Die Winterbergbahn 1913

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Karten 1:4000

1 Pixel entspricht 25 cm. Auflösung 160 dpcm – Blattgröße 52,5cm×32,5 cm

Höhenlinien
Grundkarte (Höhenlinien, Schummerung und Felswanddarstellung >200 %)
Reliefanalysekarte (Höhenlinien, Schummerung und Hangneigungsdarstellung 50-100-200 %)
Kommentierte Reliefanalysekarte
Karte Grobtrasse
Stumme Karte
Karte Winterbergbahn 1913 1:4000

 

Karte 1:2000

Vergrößerung auf 200 %. Auflösung 160 dpcm – Blattgröße 105cm×65 cm

Karte Winterbergbahn 1913 1:2000

 

Großmaßstäbige Entwurfsskizzen

1 Pixel entspricht 10 cm

Entwurfsskizze Tunnel Bergsteigmassiv Grundkarte
Entwurfsskizze Tunnel Bergsteigmassiv Variante blau (verworfen)
Entwurfsskizze Tunnel Bergsteigmassiv Variante grün (für die Streckenabsteckung benutzt)
Entwurfsskizze Tunnel Bergsteigmassiv Variante orange (ebenfalls interessant)

Gegenüber der auf „grün“ basierenden Gesamtstreckenabsteckung verkleinert „orange“ die große Dammschüttung unterhalb Tunnel III spürbar (Höhe nur noch 6 m); Tunnel III verkürzt sich auf 40 m; Neigung in Tunnel III lediglich 250 ‰; die Stecke wird allerdings geringfügig länger.

 

Streckenprofil

Streckenprofil

 

Parameter der Absteckung

Höhe Talstation              136 m ü NHN
Höhe Bergstation             527 m ü NHN
Damit Delta h                391 m
Streckenlänge               2580 m
Min. Gleisabstand           3,50 m
Breite Planum               4,00 m
Fahrzeugbreite              2,20 m
Gleislänge Endstationen      100 m
Gleislänge Zwischenstationen  60 m
Min. Bogenradius (Strecke)   100 m
Min. Bogenradius (Weiche)     80 m
Damit Länge Weiche         16,65 m
Spurweite                   1000 mm
Maximale Längsneigung        275 ‰
Höchstgeschwindigkeit         25 km/h
Mittlere Geschwindigkeit   15-18 km/h
Fahrzeit                    8-10 min
Genauigkeit Lage        ca. ±2,0 m
Genauigkeit Höhe        ca. ±0,5 m

 

Bauwerke

Brücke 1               Länge  17 m
Tunnel I               Länge  70 m
Tunnel II              Länge  20 m
Brücke 2               Länge  ≈5 m
Brücke 3               Länge  ≈5 m
Brücke 4               Länge  ≈5 m
Tunnel III             Länge  51 m

 

Exkurs

Luftseilbahn, Standseilbahn oder Zahnradbahn?

Die weltweit einigen Tausend Luftseilbahnen sind die moderne Bergbahnart schlechthin. Es gibt unterschiedlichste Ausführungsarten von der großen Kabinenbahn bis zum einfachen Skilift. Einen gewissen Nachteil stellt die Beinträchtigung des Landschaftsbildes durch Masten und Seile dar, auch ist es günstig, wenn das Fahrgastaufkommen immer ungefähr gleich hoch ist. Sobald das Zugseil einmal „eingeschaltet ist“ ist die Transportkapazität gegeben und sollte dann auch ungefähr „nachgefragt werden“.

Standseilbahnen sind kurz und steil, die durchschnittliche Streckenlänge beträgt lediglich ca. 0,5 Kilometer (typisch z. B. Standseilbahn Dresden mit 547 m). Wesentlich längere Bahnen werden nur ganz selten ausgeführt, nur etwa ein Halbdutzend der weltweit etwa 500 Bahnen sind über 2½ Kilometer lang. Bei unseren 2,6 km wäre das Seil fast schon ähnlich schwer wie die Wagengewichte. Bei Abfahrt müsste Kraft fast ausschließlich für Seilgewicht und Talwagen aufgewendet werden, die Gewichte gleichen sich kaum aus. Auch sollten Standseilbahnen ungefähr gerade und ohne allzu große Neigungswechsel trassiert sein. Ein Vorteil der Standseilbahn ist, dass sie problemlos 600 ‰ und mehr Steigung erklimmt, was in unserem Fall Tunnel erübrigen würde.

Die Zahnradbahn ist die prototypische Bergbahn schlechthin. Von den weltweit etwa 50 Zahnradbahnen verkehrt etwa die Hälfte in der Schweiz. Zahnradbahnen passen sich sehr gut an unterschiedliche Streckenprofile an. Unsere 275 ‰ Neigung sind für eine Zahnradbahn anspruchsvoll, jedoch möglich. Eine Streckenlänge von 2,6 Kilometer kann als eher kurz gelten. Zahnradbahnen sind Symbole des Vordringens der Menschheit in abgelegene Gebirgslandschaften. Anders als Luftseilbahnen, die stets einen gewissen Massenbetrieb implizieren, sorgt der Kleinbahncharakter der Zahnradbahn für einen Hauch von Bergabgeschiedenheit, Einsamkeit und Idylle. Zahnradbahnen können sich sehr gut an unterschiedliche Fahrgastaufkommen anpassen. Ihr Bau bedeutet hohen Aufwand, sie sind aber sehr nachhaltig und werden durchaus 100 Jahre und länger betrieben. Es gibt aber auch Neu- und Wiedererrichtungen, wie die Panoramique des Dômes in Frankreich oder die Cremallera de Montserrat in Spanien.

 

Weitergabe und Nachnutzung mit Quellenangabe gestattet

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