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Kartensignaturen und Typographie

[Testseite: Hier habe ich einmal den Font Droid Sans von Steve Metteson ausprobiert]

Buchstaben werden von Typographen entworfen, Kartensignaturen von Kartographen. Beides sind graphische Zeichen, es gibt Gemeinsamkeiten, aber auch fundamentale Unterschiede.

Schriftzeichen und Kartenzeichen

ABCDEFabcdefghijklmnop ABCDEFabcdefghijkl ABCDEFabcdefghijkl

  Es gibt Klein- und Großbuchstaben, kursive und fette Schrift, Grotesk und Antiqua. Buchstaben stehen auf einer Grundlinie, haben eine Unter-, Mittel- und Oberlänge und die Schriftgröße wird in typographischen Punkten gemessen.

 In der Welt der Kartenzeichen sind dies alles Fremdworte. Der „Hervorragende Laubbaum“ kennt weder Fettung noch Kursivierung und ihn gibt es weder in Times- noch in Arialausführung. Er ist - egal, wie groß er in der Natur ist - laut Zeichenvorschrift immer 3,75 mm hoch und diese 3,75 mm werden auch nicht in typographische Punkte umgerechnet. Eine Platzierung auf einer Grundlinie entfällt in Ermangelung derselben: Die Kartensignatur hat ihren Platz dort, wo sich - entsprechend umgerechnet - ihr Originalobjekt in der Natur befindet.

In der Welt der Kartenzeichen gelten andere Regeln.

Farbe

In Kartenzeichen hat - viel ausgeprägter als bei Buchstaben - Farbe eine Bedeutung. Das A ist, egal, ob als A, A, A, oder A notiert, immer ein A. Schrift hat (vielleicht einmal abgesehen von den roten Zahlen in der Buchhaltung) keine festen Farbbedeutungen. Das gilt für Lateinisch ebenso, wie auch für Koptisch und Chinesisch.

Aber was ist denn das? Ein Parkplatz wohl doch eher nicht, denn den sind wir blau gewöhnt.
Ja: Das ist ein „richtiger“ Parkplatz.

Mehrfarbigkeit

Anders als Schrift können Kartensignatur-Definitionen auch mehrfarbig sein.

Der exemplarische Verteter hierfür ist die Wegmarkensignatur. Ein anderes Beispiel für eine mehrfarbige Signatur ist der gebührenpflichtige Parkplatz in meinen Karten:

Größe

Die Schriftgröße ist überwiegend Gestaltungsmittel, nicht Codeinhalt: „Druckbogen 70 x 100“ ist eher etwas für eine Überschrift, „Druckbogen 70 x 100“ eher etwas für eine Fußnote. Bezeichnet wird aber immer eine Druckbogen der Größe 70 x 100 cm, und nicht in der kleineren Schrift etwa nur ein 35 x 50 cm großer Bogen. Wenn in einer Karte hingegen mit variablen Signaturgrößen gearbeitet wird, so hat dies nicht nur eine formelle, sondern auch eine inhaltliche Bedeutung:

 Ort mit mehr als 10000 Einwohnern  Ort mit mehr als 1000 Einwohnern  Ort mit bis zu 1000 Einwohnern

Position

Schrift steht auf der Grundlinie und jede(r) folgende Letter läuft „eine Kegelbreite“ in Leserichtung weiter. Anders bei Karten. Hier gibt es keine Leserichtung. Eine Kartensignatur hat statt dessen immer einen geometrischen Mittelpunkt, anhand dessen sie positioniert wird. Dies muss übrigens nicht das Zeichenzentrum sein:

Häufig sind Kartenzeichen im unteren Signaturenteil „verortet“.

Der Zeilenabstand

Ganz knifflig wird es, wenn Schrift zur Kartenbeschriftung benutzt wird. Wie bestimmt man dann die Schriftgröße, wenn es keinen Zeilenabstand gibt? Wir erschrecken an dieser Stelle den Typographie-Lehrmeister mit einer alten Kartographen-Faustregel: 1 Punkt Schriftgröße = 1/4 mm Großbuchstabenhöhe. Das klappt, solange die Schrift nicht allzu „groß läuft“, meistens recht gut.

Wie bringe ich das aber nun dem Computer bei?

Hier habe ich mit einer Untermenge des Sprachstandards Scalable Vector Graphics SVG experimentiert.

Wieviele Kartensignaturen gibt es eigentlich?

Mehr, als man denkt. Im meinen Karten verwende ich etwa 180 Punktsignaturen.


Links

Kartensignaturen und Typographie (Diese Seite)

Kartensignaturen mit SVG beschreiben

Vimage-SVG

Verzeichnis der Kartensignaturen

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