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Anhang

Das große SZ

Worum geht es?

Zunächst nicht um das kleine Eszett, das ß, sondern um das große Eszett, das Versal-Eszett.

Kartenschriften werden in vielfältigen Variationen eingesetzt. Wenn man nun Kartennamen in GROSSBUCHSTABEN setzt, was häufig passiert, zeigen sich kleine Detailteufelchen.

Der GROSSBUCHSTABE ist ein Großbuchstabe, klarer Fall: Duden. Orts-, Flur- und Landschaftsnamen gehorchen aber nicht immer der Rechtschreibung. Der alten nicht und der neuen schon gar nicht. GROSSSCHÖNAU kann man gerade noch als Großschönau erkennen. Aber heißt der Ort mit der größten Brauereidichte der Welt, der in der Karte mit AUFSESS* beschriftet ist, nun Aufseß oder Aufsess? Heißt ASSLING nun Aßling oder Assling und was steht dort, wo GOSSDORF in der Karte steht, auf dem Ortseingangsschild: Goßdorf oder Gossdorf? OßMANNSTEDT geht übrigens nicht. Wer OßMANNSTEDT schreibt, erhält vom Typographie-Lehrmeister WegEn uNLeSERLicHKeIT eINe OHrfEiGE.

Da hilft nur eins: Ein großes SZ.

Das große SZ ist nicht völlig neu, so richtig geboren wurde es aber erst am 4. April 2008, als es einen Unicode-Codeplatze erhielt. Und nun kann man ihm im Netz immer öfter begegnen ...

http://www.versaleszett.de
http://www.signographie.de/cms/front_content.php?idart=244
http://www.das-zeitzeichen.de/eszett/
http://www.typophile.com/node/33647
http://de.wikipedia.org/wiki/Versal-Eszett

* Link: Übrigens kann man in Aufseß auch ausgezeichnet Wandern, nämlich auf dem Brauereiweg.


Angeregt durch die Typographen Ingo Preuß, Andreas Seidel und Andreas Stötzner verwende ich neuerdings die sog. Mellhuthsche oder Dresdener Form des großen SZ, die mein vorheriges (selbstgestaltetes) Versal-SZ allmählich ablöst:

Entwurfsskizze (nach Mellhuth/Stötzner, aber mit gegenphasigem - federgerechterem - Rhythmus. Vgl. auch Andreas Seidels Schrift Toshna)

Weißbachtal (Zittauer Gebirge · Östlicher Teil, 2. Auflage 2006)

Roßmäßlerbau (Stadtplan Tharandt)

Die Wasserscheide der Weißeritz (Stadtplan Tharandt)

Hier mein selbstgestaltetes Versal-Eszett (Großer Zschand, 1. Auflage 1991)

Großes Spitzes Horn (Großer Zschand, 1. Auflage 1991)

Mellhuthsche Form oder Dresdener Form (Großer Zschand, 3. Aufl. 2009)

Großes Spitzes Horn (Großer Zschand, 3. Auflage 2009)

Meißen (Panoramakarte Die Elbe, 1. Auflage 2010)

... der ältesten und größten Raddampferflotte der Welt (Panoramakarte Die Elbe, 1. Auflage 2010)


Interessant: Auch auf der aktuellen Liegenschaftskarte des Staatlichen Vermessungsamtes Pirna gibt es bereits ein großes SZ.

Unabhängig von Stötzner hat hier der ALK-Softwareentwickler die Verwechslungsgefahr Versal-SZ mit Versal-B erkannt und gestalterisch behandelt.

Klar: Dieses Versal-SZ ist unten geschlossen, um es vom gewöhnlichen (kleinen) ß zu unterscheiden. Dafür wurde die Rundform oben beibehalten, um es vom B zu unterscheiden. Stötzner und Mellhuth machen es genau andersherum.

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