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Wie Wege sich ändern ...

Unterhalb der Affensteine

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Gebiet 1: Nördlich der Hohen Liebe
Gebiet 2: Unterhalb der Affensteine (Diese Seite)
Gebiet 3: Oberhalb der Rotkehlchenstiege
Gebiet 4: Kleiner Winterberg
Gebiet 5: Großer Winterberg

Es ist die Seele von einem Holzrückeweg, dass da ganz schön Tonnage drüber muss

Die Affensteine sind nicht nur ein 1a-Wandergebiet. Unterhalb von Bloßstock und Brosinnadel liegt die große Affenstein-Ebenheit, das Revier von Herrn Thalmann, dem Förster: Der große Wildensteiner Wald.

Affensteine

Nicht zu schnell aufregen, über den Forst und die immer größer werdenden Rückezüge. Solche Holzpolder kriegst du mit Schrotsäge und Pferd nicht so schnell hin. 3000 Festmeter hat er da gemacht, hat mir Herr Thalmann gesagt. Nicht zu schnell aufregen:

Affensteine

Das ist der Reinhardshauweg. Klar sieht der hier schon einmal ganz schön zerfahren aus. Nur: Bloß auf die Wanderer gestellt, wäre der Reinhardtshauweg längst zuwachsen. Denn hier wandert kaum jemand lang, wo gleich daneben der Fremdenweg fast parallel langgeht. Nun haben die Waldarbeiter das Holz hier rausgerückt. Einwandfrei, sage ich da, denn das schützt nun den Weg gleich wieder einmal für einige Jahrzehnte vor dem Zuwachsen. Über die tiefen Traktorspuren werden sie sich zunächst selber geärgert haben. Nicht, wegen dem schönen Waldweg, sondern: Schaff da mal das Holz raus. Mit zehn Fuhren musst du da vielleicht noch durch, über den nassen Boden, mit dem schweren Stämmen. Und irgendwann sitzt da auch dein Rücketraktor fest und dann hast du Stress.

Wir Wanderer denken immer, der Förster macht den Wald zur Sau, um uns zu ärgern. Na, zunächst ärgert er sich da zunächst mal selbst. Wenn der Weg, den er ja zur Holzabfuhr braucht, den Traktor einsinken lässt. Denn er hat die Wege ja nicht zum Spaß gebaut.

Alte Karte, Gebiet etwas weiter westlich, oberhalb Beuthenfall, dort sieht man die Entwicklung sehr gut:

Affensteine

Aktualisierte Karte:

Affensteine

Deutlich sind neuen Wirtschaftswege zu erkennen (A) und (B). Ebenso nördlich der Eulentilke, bei (C). Man erkennt den für Holzrückewege typischen „Pfortadercharakter“: Sie laufen in den Wald hinein, verzweigen sich und enden dann. Das unterscheidet sie von Wanderwegen, die zu einem Ziel führen.

Es gibt auch andere Spuren der forstlichen und jagdlichen Nutzung. Bei (D) hat der Förster eine neue Schonung anlegen lassen. Dafür ist die alte Schonung (E) weggefallen. Bei (F) gibt es eine neue Jagdwiese mit Anstand. Oder habe ich die bei der alten Auflage nur nicht bemerkt gehabt? Denn da hat es ja noch kein Google Earth gegeben.

In einem Satz: Es ist die Seele von einem Holzrückeweg, dass da ganz schön Tonnage drüber muss.


Was es hier sonst noch zu entdecken gibt? Am Seibthorn hat die Nationalparkverwaltung einen neuen Wegweiser aufgestellt. Meine Lieblingswegweisersorte: Nur das Ziel drauf, keine Markierung. Über unserem Supersignaturitiswahn vergessen wir oft solche einfachen Wegweiser, ohne 27 Wegezeichen drauf. Ich freue mich, denn gerade bei dem „Besucherlenkungs-Overhead“ im Nationalpark werden so einfache Sachen oft vergessen. (In der Kernzone haben die den Wald ja mittlerweile derart überreguliert, dass ein nur mit einem solchen Wegweiser markierter Weg, de jure sogar verboten wäre; – egal, anderes Thema; hier ist keine Kernzone.) Also, einwandfrei:

Wegweiser Seibthorn

Gleich daneben, wunderbare Natur. Junge Bäume wachsen auf dem alten Baum. Schön dass da gleich dahinter ein kleiner Pfad entlanggeht. Den trage ich auch gleich mal ein. Denn hier ist ja keine Kernzone und man darf jeden Weg benutzen.

Affensteine

Wo das ist, wird aber nicht verraten. Irgendwo im Affensteingebiet. Aber eben – nicht ganz oben.

Nächstes Testgebiet: Oberhalb der Rotkehlchenstiege

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