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Neuigkeiten
Kein Böhm-Wanderkartenstand auf dem Naturmarkt in Wehlen 2010
Am ersten Wochenende im September ist immer Naturmarkt in Stadt Wehlen. Und auch ich hatte dort bisher immer einen Stand, denn natürlich passen vor Ort bearbeitete und hergestellte Wanderkarten ganz gut auf so einen Markt. Wie jedes Jahr hatte ich mich auch dieses Jahr für einen Stand angemeldet. Doch dann kam vom Veranstalter, der Nationalparkverwaltung eine Mail. Ich möge garantieren, dass ich da meine Detailkarten nicht anbiete. Also, da kommt doch voll das Ost-Gen wieder aus der Schublade! Glücklich all die, die nie in der DDR mit einer Zensurbehörde zu tun hatten. Aber bei mir ist da gleich wieder der Blutdruck auf Anschlag. Und es ist ja nicht nur der Naturmarkt. Das Gespenst der Nationalpark-Partnerschaft geht um. Nationalpark-Partnern wird von der Nationalparkverwaltung empfohlen, Böhm-Wanderkarten auszulisten. Junge, Junge, Junge, die machen echt Druck ... Ich werde an dem Tag des Naturmarktes zu Hause bleiben, mich in eine Ecke setzen und bitterlich weinen ... PS. Macht aber nichts: Böhm-Wanderkarten wird es auf dem Naturmarkt trotzdem geben: Im Elbsandsteinladen gleich am Markt im Rathaus. Ich bedanke mich herzlich bei Holger Jahn für seine Unterstützung.
Hochwasser im Kirnitzschtal
Normalerweise sieht es im Kirnitzschtal so aus:
Am 07.08.2010 sah es aber so aus:
Mehr ...
Sonnabend, 07.08.2010 Wie sieht es aktuell im Kirnitzschtal aus?
Waldhäus'l: Geöffnet.
Kirnitzschtalbahn: Fährt ab 28.08. wieder bis zum Beuthenfall Was war das für ein Hochwasser? Die Elbe führt etwa 300 m³/s normalen Wasserabfluss, die Kirnitzsch etwa 1,5 m³/s. Am Sonnabend dem 07.08.2010 stieg die Kirnitzsch von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr um etwa 3,5 Meter! Bei dem großen Elbehochwasser am 16./17.08.2002 hatten wir (Quelle: http://undine.bafg.de/servlet/is/12106/) 4500 m³/s in der Elbe, also etwa den 15fachen Normalabfluss. Die Kirnitzsch war bei uns etwa 45 m breit, 4 m tief und floss mit 3 m/s. Das sind ungefähr 80 m³/s. Damit führte die Kirnitzsch etwa ein Viertel soviel Wasser wie normalerweise die Elbe und fast das Fünfzigfache des Normalabflusses. Das Kirnitzschtal ist also viel hochwasserhärter, als das Elbtal. Letztendlich war es ein sehr schweres Hochwasser, wie 1927 oder 1897, aber keine Naturkatastrophe. Wichtig war, dass Strom, Wasser und Festnetz weitgehend funktioniert haben. Mit dem Strom fiel dann aber, wenn, auch das Telefon aus. Sehr nachteilig war hier, dass das Kirnitzschtal über weite Strecken in einem Funkloch liegt. Weblinks:
Bildergalerie Unteres Kirnitzschtal M. Kreinacker
Sehr zu bedenken gibt dieser Aufsatz von Jan Hänel aus dem Jahr 2005: Urwald contra Hochwasserschutz Bedenken um Gewässerverwilderung im oberen Kirnitzschtal Übrigens hatten wir am Mittwoch, dem 16. August 2010 schon wieder ein sehr hohes Kirnitzschhochwasser mit Höchststand um 11:00 Uhr mit 1,80 Meter über Mittelwasser ...
Karte Königstein wieder lieferbar ...
Ab sofort wieder lieferbar und topaktuell. Über 150 Änderungen gab es seit der letzten Auflage - vom neueingetragenen Parkhaus am Malerweg bis zum Forstgrenzstein 10 oberhalb des Rollborns im Bielatal. Manches auf der Karte gibt es auch noch gar nicht in der Natur, so z. B. die erst geplante Straße oberhalb des Königsteiner Campingplatzes. Hier bedanke ich mich herzlich bei Frau Prignitz vom Königsteiner Bauamt und Frank Nuhn, Königstein für die zur Verfügung gestellten Planunterlagen.
Übrigens wurden auch wieder einige Fehler eingebaut. Wozu - das steht in der
Wikipedia.
Neuerscheinung 2010 I
Als Frühjahrsneuerscheinung biete ich erstmals eine laminierte Ausgabe meiner Großen Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000 an. Damit ist Wandern auch bei Regenwetter kein Problem mehr. Der Titel wurde mit etwa 175 Änderungen umfassend aktualisiert und enthält viele neue Informationen, von der Miniatur-Elbtalbahn Königstein über das neue Parkhaus an der Festung bis zur Oldtimer-Ausstellung Sebnitz. Eine Besonderheit ist auch, dass die Karte gebührenpflichtige Parkplätze (weitere Informationen) gesondert ausweist: Zweimal gebührenfrei geparkt, und schon hat sich die Karte amortisiert! Große Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000. Laminierte Ausgabe (Regenfest - Wasserabweisend - Handlich). 1. Auflage 2010. 63 x 48 cm. ISBN 978-3-910181-31-1. € 6,80. Die Papierversion des Kartentitels ist natürlich ebenfalls weiterhin (zum unveränderten Preis von 5,80 €) erhältlich.
Neuerscheinung 2010 II
Am 10.05.2010 ist meine neue Panoramakarte aus der Vogelschau · Die Elbe von Děčín bis Riesa erschienen. Der Titel knüpft an die Tradition der Rheinpanoramen von F. W. Delkeskamp aus dem Jahr 1823 an und zeigt Sächsische Schweiz, Dresden und das Meißner Land so, wie es unsere gefiederten Freunde sehen. Die Karte wurde in der Art der alten Kupferstecher in feiner Handzeichnung ausgeführt. Nichtdestotrotz handelt es sich aber um ein völlige Neubearbeitung mit Stand 2010 - ja teilweise sogar 2013, denn Waldschlösschenbrücke und die Südumgehung von Pirna B 172 b sind bereits anhand von Planungen eingetragen worden. Das hat Canaletto übrigens vor 250 Jahren auch schon so gemacht. Als es den „Canalettoblick“ malte, stand die Dresdner Hofkirche noch gar nicht, er hat diese vielmehr aus Chiaveris Bauplänen abgezeichnet. Natürlich ist auch auf dieser Karte wieder ein kleines Wandermädchen versteckt. Wo, wird aber nicht verraten.
Die Karte entstand in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Dampfschiffahrt und die flotte · Schiffsgastronomie GmbH, wofür ich mich herzlich bedanke. Auf der Rückseite der Panoramakarte sind alle Schiffe der Sächsischen Dampfschiffahrt mit detaillierten Abbildungen und vielen technischen Daten aufgeführt.
Dr.-Ing. Rolf Böhm: Die Elbe von Děčín bis Riesa. · Panoramakarte aus der Vogelschau. — Lithographie: Grafotex, Leipzig. Schrift: Linotype Cisalpin Felix Arnold, Basel. Gestaltung/Typographie: Thomas Kunack, Bad Schandau. Druck: Druckerei Thieme, Meißen. Herausgeber: die flotte Schiffsgastronomie GmbH Dresden. © Rolf Böhm Bad Schandau 1. Aufl. 2010. ISBN 978-3-91081-99-1. Format 29,7 cm x 84,0 cm, gefalzt 29,7 cm x 14,0 cm. Ladenpreis € 4,80.
Nationalparkverwaltung ruft zum meiner Karten auf. Von der Nationalparkverwaltung habe ich ein besonders schönes Geschenk zum 20jährigen Bestehen des Nationalparkes erhalten:
Angeblich würden meine Karten nicht den entsprechen. Das weise ich als zurück. Haltlos, völlig aus der Luft gegriffen. Was für sollen das denn sein? In der Nationalparkverordnung steht jedenfalls nicht drin, wie ein Kartograph eine Karte zu machen hat. Selbstverständlich stelle ich auf meinen Karten die Landschaft so dar, wie sie ist. Meine Detailkarten enthalten natürlich auch alle Wege und Pfade im Nationalpark. Klar, denn die Wege sind nun einfach einmal da. Schon 100 oder 200 oder manche auch 500 Jahre. Zweifelsohne wäre es natürlich für die Nationalparkverwaltung günstig, wenn ich auf meinen Karten irgendwelche Wege zensieren oder als gesperrte Wege darstellen würde. Damit die Ranger bei den rechtsunkundigen Wanderern im Wald dann ein Argument zum Wegeverbot haben: „Guck mal auf deine eigene Karte, da siehst du doch, dass das Wandern hier verboten ist.“ Denn die Nationalparkverwaltung betreibt seit Jahren eine Politik des „Herausschützen des Wanderers“ und des „Bündelns des Wanderers“ auf wenige gut ausgebaute Hauptwanderwege. In der Kernzone sind heute etwa 80 % aller Wege nicht mehr zweifelsfrei begehbar. Mag sein oder auch nicht. Aber dann den Wanderer bitte selbst rausgrätzen. Und nicht den Kartographen dafür verantwortlich machen, ihn als vermeintlichen . Blos weil er nicht von sich aus genügend vorauseilenden Gehorsam aufbringt und die Wege „freiwillig“ aus seinen Karten rauszensiert. Nun erst einmal drei Lehrsätze: 1. Es gibt überhaupt keine gesperrten Wege! Bis auf vielleicht ganz wenige Ausnahmen gibt es gar keine gesperrten Wege. Oberflächlich betrachtet denkt man zwar, dass man in der Kernzone des Nationalparkes nur auf ganz wenigen Hauptwanderwegen wandern dürfe und dass alle anderen Wege gesperrt wären. Das stimmt aber nicht. Das Betretungsrecht der freien Natur ist ein hohes Rechtsgut, das u. a. im Sächsischen Naturschutzgesetz (§ 29, § 30, § 31, § 32) verankert ist. Dem Menschen den Zugang in die freie Natur für seine Erholung zu verwehren ist aus Naturschutzgründen zwar durchaus möglich. Hier sind aber auch Nationalparkverwaltungen an gewisse Hürden und Formalien gebunden. Einfach ein paar Wegweiser abmontieren und die Kernzone klammheimlich immer ein bißchen größer machen - so einfach, wie es sich die Nationalparkverwaltung macht, ist das nicht. Betretungsrecht bedeutet, dass die freien Natur überall betreten darf, wo es nicht ausdrücklich, z. B. mit einem Verbotsschild untersagt ist. Das Betreten ist also der Normalfall, der selbstverständlich auch im Nationalpark gilt. Das war der Nationalparkverwaltung natürlich ein Dorn im Auge. Darum hat sie 2002 die Nationalparkverordnung raffiniert geändert: In der Kernzone wird seit dem nicht mehr angezeigt, wenn ein Weg verboten ist, sondern wenn er erlaubt ist. Diese „Umkehr der Wegesperr-Ausschilderungslast“ ist nun allerdings nur die halbe Miete. Denn damit ist ja noch kein einziger Weg gesperrt. Die Nationalparkverordnung regelt zwar, wie die Betretungsrechte im Gelände ausgeschildert werden. Konkrete Sperrungen einzelner Wege legt sie aber nicht fest. Es ist wie mit der Straßenverkehrsordnung: Da steht drin, wie ein Tempo-30-Schild aussieht. Nicht, wo es steht. Um einen Weg zu sperrren bedarf es einer rechtlichen Anordnung. Das muss so etwas ähnliches sein, wie ein Bescheid. Kein Bürgermeister kann einfach Tempo-30-Schilder an einer Bundesstraße aufstellen, nur weil ihm da vielleicht der Durchgangsverkehr zu schnell durch seinen Ort rollt. Ein Verkehrsschild muss von der Verkehrsbehörde ordentlich - rechtlich angeordnet - sein. Gegen eine solche Anordnung müssen alle Betroffenen - in unserem Fall sind das die Wanderer - die Möglichkeit eines Widerspruchs haben. Kein Nationalparkchef darf, nur weil er meint, dass es ihm hier und da ein paar Wanderer zu viel sind, einfach ein paar Wegweiser abmontieren. So nach dem Motto „Wanderer, das wars dann. Und jetzt aber - raus aus meinem schönen Nationalpark.“ Vor ein paar Jahren gab übrigens einmal so eine naturschutzrechtliche Anordnung. Damals wurde der Tümpelgrund hinter der Bastei gesperrt - wegen angeblicher illegaler Baumfällungen angeblich illegaler Bergsteiger. Es gingen massenhaft Widersprüche ein, woraufhin die Allgemeinverfügung wegen Unhaltbarkeit zurückgezogen werden musste. Es ist wirklich so: Auch in der Kernzone des Nationalparkes gibt es - keine gesperrten Wege. Wer ein bißchen zwischen den Zeilen zu lesen versteht, kann das übrigens auf der Rechtsseite der Nationalparkverwaltung selbst nachlesen. Bitte nach unten scrollen, „Wegeverzeichnis“. Da steht nun, auf welchen Wegen das Wandern ausdrücklich erlaubt ist. Nun will die Nationalparkverwaltung mit dieser Darstellung zwar den Eindruck erwecken, dass alle anderen Wege gesperrt wären. Das ist ein raffiniert ausgeklügelter Trick. Nicht kirre machen lassen! 2. Der Nationalpark ist vor allem auch für den Wanderer da! Nicht nebenbei und nicht zuletzt, sondern - die Interessen von uns Wanderern sind genauso wichtig, wie die Interessen der Natur! Laut IUCN, der Naturschutz-UNO, gibt es in einem Nationalpark zwei primäre Ziele: A) Naturschutz, B) Bildung und Erholung des Menschen. Beide sind gleichberechtigte primäre Ziele. Allerdings gibt es auch eine IUCN-Kategorie ohne Menschen, nur für die Natur. Das ist dann aber nicht die Kategorie II, Nationalpark, sondern Kategorie I, Totalreservat. Sehr geehrter Herr Dr. Stein, Sie sind Chef eines Nationalparkes, - nicht der Leiter eines Totalreservats-Verwaltungsamtes! Bitte uns Wanderer als primäre Zielgruppe - gleichberechtigt mit den Naturschutzzielen - achten. Unsere Bildung und Erholung bitte fördern. Das ist Ihre gesetzliche Aufgabe. 3. Der Wanderer macht überhaupt nicht die Natur kaputt! Es ist ein Ammenmärchen, Wandern und Naturschutz würden sich gegenseitig ausschließen, Wanderer wären Massentouristen, die alles kaputt machen würden. Im Elbsandstein ist so etwas eine ganz schlimme Naturschutz-Greulpropaganda! Hier wandert der Mensch seit 250 Jahren nicht gegen die Natur, sondern im Einklang mit der Natur. Und nachdem diese vermeintlich naturzerstörerischen Wanderer hier vermeintlich über Jahrhunderte vandalenartig gehaust haben - da war da übrigens immer noch eine deratig „intakte Landschaft“ da, dass man sie 1990 für würdig befunden hat, Nationalpark zu werden. Na Klasse! Kaum ein Sein des Menschen in der Natur ist weniger „naturbelastend“ denkbar, wie wenn die Leute da im Wald einfach so ein bißchen herumlaufen! Und nichts anderes tut man nun mal beim Wandern. Naturschutz und Wanderfremdenverkehr bilden kein Spannungsfeld, sondern sind zwei Seiten einer Medaille, die wunderbar zusammenpassen. Die Menschen freuen sich an der Natur. Wir Wanderer machen hier schon nichts kaputt, überhaupt nichts. Auch nicht auf den vielen reizvollen kleinen Wegen und Pfaden, die wir uns seit Jahrhunderten gelatscht haben, und wo viele Menschen natürlich nach wie vor entlangwandern, sei das nun neuerdings Kernzone oder auch nicht. Und die Menschen nehmen hier auch nicht überhand. Und es wird auch nicht immer schlimmer. Und es wird auch nicht immer mehr naturzerstörerischer Massentourismus. Wenn sich dort, wo auf einer alten Karte aus dem Jahr 1823 ein kleiner Pfad eingezeichnet ist, nach 200 Jahren immer noch derselbe kleine Pfad entlangschlängelt - wo ist da ein Problem? Und oftmals sehen dass die Ranger draußen in der Natur übrigends genauso. Mit denen kommt man ja auch prima aus. Denn die sind genau so naturverbunden, wie wir Wanderer. Sonst würden wir uns doch nicht im Wald über den Weg laufen und grüßen. Des Kaisers neue Kleider anno 2010
Manchmal denke ich, ist es wie in dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ des alten Webergrottenwanderers Hans Christian Andersen. Es müsste da endlich einmal das ganz kleine Kind auftauchen, und sagen „Aber die Wanderer machen doch gar nichts kaputt“. Liebe Nationalparkverwaltung ... ... klar, wir haben unterschiedliche Auffassungen, was das Wandern in, mit oder gegen die Natur betrifft. Rechtfertigt das aber das Mittel, zum aufzurufen? Wer beim Klettern nicht mehr weiter kann, muss abseilen. Auf den Ring treten, gilt als unsportlich. Jedenfalls empfinde ich es als sehr sehr unsportlich dass meine Karten als nicht werden und Nationalpark-Partnern der nahegelegt wird. Besonders wirksam ist so ein aufruf natürlich bei denjenigen Nationalpark-Partnern, die dann von der Nationalparkverwaltung mal wieder als Nationalpark-Führer zertifiziert werden wollen. Und dann tritt die Nationalparkverwaltung auch noch (also das ist ja das Schärfste, ich denke ich bin bei google in China) am mit eigenen als mein auf - und die sollen natürlich die Nationalpark-Partner alle ! Ja, gibt es hier in Deutschland eigentlich so etwas wie ein Gesetz gegen den unlauteren ? Ich habe das dann dem Dr. Stein gemailt und ihm eine Klärung bei der Schlichtungsstelle der IHK vorgeschlagen. Na, hat er glatt abgelehnt, klar. Aber die Begründung ist interessant: Er ist nicht der Hersteller der , sagt er, sondern das -Amt. Dabei braucht man da blos mal ins Vorwort gucken, wessen Unterschrift da drunter ist, nämlich die von Dr. Stein.
Ich muss jetzt aufhören, meine Herztropfen ... ... ich rege mich zu sehr auf. Wer auf den Ring tritt, darf sich nicht ins Gipfelbuch einschreiben. Das ist unsportlich. Auch nicht weil es da vielleicht gerade einmal 20jähriges Stiftungsfest ist. Vielen Dank für die Einladung zur Festveranstaltung zum 20jährigen Bestehen des Nationalparkes am 28. Mai 2010. Ich nehme da natürlich gern teil. Ist immer sehr kommunikativ und - besser reden, als Reifen zerstechen, Hanfsamen in die Kernzone rumstreuen oder die gute Erziehung vergessen. Und, es soll ja auch ein paar Vorträge und ein bisschen zu trinken geben. Bildung und Erholung eben - einwandfrei.
Reaktionen Ich bedanke mich bei Arndt Noack für seinen Blogbeitrag. Andreas Winkler mailte mir „Jetzt schlägts dreizehn!! Oder ist es kurz vor Zwölf? Das die Nationalparkverwaltung Einfluss auf den Vertrieb ... nimmt ist schlicht unglaublich. Die Zeiten, in denen Bücher verboten wurden sollten doch nun endgültig vorbei sein. Oder glauben einige, sie können mit ihrer eigenen Rechtsauffassung die Demokratie für ihren Bereich außer Betrieb setzen?“ Das von Axel Mothes veranstaltete Stiegentreffen am 29.05.2010 ist nun auch schon wieder Geschichte. Gut, dass sich viele Pfad- und Stiegenbegeisterte wieder einmal getroffen haben. Aber eigentlich ist es traurig, dass man sich schon Mitstreiter suchen muss, nur wenn man mal unbeschwert und ohne schlechtes Gewissen - einfach im Wald wandern will. Ich bedanke mich auch herzlich bei Rita Behr für die Nachfrage wegen den Herztropfen. Link, den mir freundlicherweise Tina Schnabel gemailt hat. Auch von der Nationalparkverwaltung gibt es eine Reaktion:
Selbstverständlich bin ich dieser Aufforderung sofort nachgekommen. Um Himmels Willen, als nächstes kommt dann vielleicht noch ein Brief vom Anwalt. Blos keinen Ärger. Das fehlte noch! Ich bedanke mich bei Thomas Müller aus Thüringen, keine Ursache, Herr Müller für die acht wunderbaren Tage im Elbsandstein. Ich bedanke mich bei Matthias Zeller - nein, Herr Zeller, ich glaube, es sind keine einstweiligen Verfügungen zu erwarten, meine Wanderkarten gibt es nach wie vor. Aber vielfältige Diskussionen, aus denen auch ich lernen kann. Ich bedanke mich bei Maik Großer und Donald Friedrich aus Stuttgart für die Aufmunterung. Noch etwas Neues: Wow - das Schild
ist nun paar gegen dieses Schild
ausgetauscht worden. Plus: Okay, es tut sich was. Minus: Tja, wer weiß, ob das denn nun zur Abwechslung mal stimmt, was da drauf steht? Also, wir wollen nun mal nicht um ein Bußgeld betteln. Old Rolf empfiehlt: Es ist das beste für beide Seiten, es nicht so ganz toll darauf ankommen lassen. Klar, der Dr. Stein läßt nach dem Motto Viel Feind - viel Ehr (Lieber einmal eine Niederlage, als überhaupt keinen Konflikt) die Karre ganz gern mal probeweise an den Baum knallen. Mal sehen, ob die Airbags zünden und in welche Richtung es rumst. Aber die Wanderer und die Ranger vor Ort müssen es dann ausbaden. Also, liebe Ranger, nicht ganz so schnell mit dem Ordnungsgeld. Bußgeld wegen Wandern auf einem kleinen Pfad im Wald. Na Hallo! Geht es vielleicht noch naturentfremdeter? Und: Liebe Wanderer: Wenn da doch einmal ein Bußgeld reinschneit: Ich empfehle bezahlen. Mail an mich. Vielleicht können wir das mit ein paar Wanderkarten regeln. Nicht unbedingt gleich Widerspruch einlegen. Die nehmen sich dann einen Anwalt, der sein Lebtag noch nie boofen war. Wir sind hier in der Natur. Und da ist das mit dem Kulturgut Paragraphen aus den urbanen Bürolandschaften nicht immer so der Bringer. Lieber ein Bier im Zeughaus.
Windows 7 verfügt standardmäßig über ein großes Eszett ... Im neuen Betriebssystem Microsoft Windows 7 gibt es eine kleine Neuerung, die einen großen Schritt für die deutsche Rechtschreibung darstellt: Das System kennt erstmalig standardmäßig ein großes Eszett. Das große Eszett hat Unicodeplatz 7838 und kann über die Tastenkombination <Alt/7838> eingegeben werden. Das Zeichen muss darüber hinaus aber auch in der benutzten Schrift enthalten sein. Ich habe die Geburt dieses neuen Buchstabens ein klein wenig begleitet. Ein Test des Betriebssystems Windows 7 ergab, dass das Zeichen in zahlreichen weit verbreiteten Standard-Schriftfonts des Betriebssystems enthalten ist. Es sind dies die Schriften Verdana, Courier New, Arial, Times New Roman und Tahoma, sowie die neue Schrift Segoe UI, letztere sogar in 8 verschiedenen Schnitten. Hier einige Testdateien: PDF-Testdatei mit versalem Eszett (Unter jedem Betriebssystem korrekt anzeigbar) Word-Testdokument (.docx) mit großem Eszett (Benötigt Windows 7) Word-Testdokument (.doc) mit großem Eszett (Benötigt Windows 7) Wozu ein großes Eszett gut ist ... (Weitere Informationen zum großen Eszett)
Katze aus dem Sack gelassen: Flächendeckende Ruhigstellung im Nationalpark ... 16.03.2010: Die Arbeitsgruppe Wanderwege tagt im Umweltministerium in Dresden. Der Nationalparkchef Dr. Stein beschwert sich bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe über das seiner Meinung nach zu starke Begängnis auf kleinen Wegen und Pfaden. So sei seiner Meinung nach keine „flächendeckende Ruhigstellung“ möglich. Hoppla!? - flächendeckende Ruhigstellung? Haben wir da richtig gehört? Bei allen vorherigen Verhandlungen hat es immer geheißen, dass alle Teillandschaften der Sächsischen Schweiz begehbar bleiben und eine flächendeckende Ruhigstellung überhaupt nicht beabsichtigt sei ...
Zweimal gebührenfrei geparkt - und schon hat sich die Wanderkarte amortisiert. Meine 2010er Neubearbeitungen der „Großen Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000“ bieten einen besonderen Service: gebührenpflichtige Parkplätze werden mit einer besonderen Signatur ausgewiesen:
Gewiss sind Parkplatzgebühren auch eine Möglichkeit, um Aufwendungen zu decken. Das ist akzeptabel, wenn es nicht in ausgesprochene „Wandererabzocke“ ausartet. Nun werden es aber immer mehr gebührenpflichtige Parkplätze. In den letzten Jahren wurden diese Entwicklung durch die Nationalparkverwaltung vorangetrieben. Nun sieht zunehmend auch der letzte private Gastwirt nicht mehr ein, warum er den Parkplatz vor seinem Haus dem Wanderer zum bloßen Autoabstellen kostenlos zur Verfügung stellen soll. Glücklicherweise gibt es aber nach wie vor viele Parkplätze ohne „einarmigen Banditen“ in allen Teilen des Elbsandsteingebirges. Man muss nur wissen, wo. Die Große Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000 zeigt es Ihnen: Zweimal gebührenfrei geparkt - und schon hat sich die Wanderkarte amortisiert.
Nachtrag: Die Dinger schießen wirklich wie Pilze aus der Erde. Unmittelbar nach dem Redaktionsschluss der 14. Auflage der Normalausgabe der „Großen Karte 1:30000“ im Oktober 2009 wurde ein neuer Parkscheinautomat am Lichtenhainer Wasserfall aufgestellt. Diesen hatte ich nun sofort in der 1. Auflage der laminierten Ausgabe der Karte nachgetragen. Schon erfährt man aus Kreisen der Stadt Bad Schandau dass ein neuer Parkscheinautomaten auf dem Parkplatz Ostrau-Klüftelweg aufgestellt werden soll. Süffissante Formulierung: Die Karte weist zwar gebührenpflichtige Parkplätze aus, und ich bin da auch hinterher. Bei dem derzeitigen Fruchtbarkeit der Parkscheinautomaten gilt aber: Wenn ein Parkplatz nicht als gebührenpflichtig dargestellt ist, ist daraus nicht mit absoluter Sicherheit zu schließen, dass dieser gebührenfrei wäre.
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No outlaw in the outback ...
Das Bild wurde mir freundlicherweise von Frank Sniegon aus Dresden
(www.sniegon-frank.de)
zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank.
Ein anderer Link hierzu,
monitorovaci turniket den mir freundlicherweise
Jacob Trültzsch, Dresden mitgeteilt hat.
Es gibt bei der Tschechischen Nationalparkverwaltung auch schon eine für die Auswertung der Zählergebnisse vorbereitete Excel-Tabelle,
die Nelly Howind entdeckt hat.
Die Oktoberboofe im Kleinen Zschand Boofen sind geheimnisvolle Orte, in keiner Karte verzeichnet, Refugien der Draußenseienden mitten in der Natur. Ähnlich Fernblickboofe, Siebenschläferboofe, Jortanboofe oder Bernd-Bahn-Boofe war auch die Oktoberboofe ein solcher Ort. Wie mag die Boofe entstanden sein und aus was für Gründen hat man sie errichtet? Durch einen Zufall kam kürzlich der KV Fernblick mit einem der Erbauer ins Gespräch. Aus dem Gespräch wurde eine Einladung und nun kann man es nachlesen: Die Geschichte der Oktoberboofe.
Kobachkarte von Helmut Schulze entdeckt
Immer wieder einmal geht die Kunde von einer sagenumwobenen Karte aus den 1950er Jahren, der Kobachkarte von den Schrammsteinen und den Partschenhörnern. Unlängst hat mir Helmut Schulze eine CD mit Aufnahmen von der Karte geschickt. Es gibt sie also doch! Maßstab 1:6250 bzw. 1:4853. Kartiert und handgezeichnet von Rudolf Kobach 1955, 1956 und 1960 in insgesamt 4 Blättern. Auch mit kleinsten Pfaden, einem rätselhaften Wildforschungsgebiet und auch mit der Verzeichnung zahlreicher Wandbrände im Weberschluchtgebiet, auf dem Großen Teichstein und am Bösen Horn aus den Jahren 1947 bis 1964. Ich habe die Karte als wertvollen Schatz in meine Kartensammlung aufgenommen, sowie in meine Online-Bibliographie Herzlichen Dank an Helmut Schulze für die Information und die CD.
Bergpfade und andere Wege im Sandstein ist der jüngste Titel des Hallenser Stiegenkenners Axel Mothes: www.stiegenbuchverlag.de.
Deutsche Gesellschaft für Kartographie August Petermanns Spuren in der National Library of Scotland.
Schwarze Schmalspurbahn-Dampflok 16. und 17. August. 2008 war das 2. Bahnhofsfest des Schwarzbachbahn e. V. auf dem Bahnhof Lohsdorf. Aktuelle Foto-Kurzreportage unter den Wandertipps.
Schwarze Kunst Achtung: Neuer Buchstabe! Ein neuer Buchstabe wird nicht jeden Tag geboren. Letztmalig hatten wir das, als vor ein paar hundert Jahren aus dem UU ein W wurde. Auch wenn Schriftliebhaber ein richtiges großes SZ schon eine ganze Weile in Spuren beobachten konnten - am 4. April 2008 ist es unter dem schlichten Codeplatzkürzel 1E9E in den Unicode aufgenommen worden. Damit wird aus einem seltenen typographischen Fundstück ein richtiger Buchstabe, den man wie alle Buchstaben klein - und natürlich auch groß schreiben können - muss.
Das ß wird erwachsen (A. Stötzner)
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Wie kann ein großes SZ aussehen? (Bauanleitung)
Auch in meinen Karten gibt es eine Weile schon das große SZ ...
Schwarzabriss im Nationalpark
Die Hütte wird erstmalig im Meßtischblatt von 1932 verzeichnet. Vorher soll es in der Nähe eine andere Hütte gegeben haben, in welcher ein Leierkastenmann gewohnt haben soll, dem der Krinitzgrab-Mord zugeschrieben wird. Spätere Geschichten um diese Hütte ranken sich um Förster, Bergsteiger und Grenzer, die hier bis 1961 einen einsamen Posten unterhielten. Das war auch die Zeit, als das Stasi-Ferienheim Zeughaus gebaut wurde. Übrigens von Knackis, die 1953 bei denen in den Kahn gegangen sind. Die Katzsteinhütte wurde, wie soeben gemeldet wurde, von der Nationalparkverwaltung abgerissen. So eine olle Bruchbude weg - so mag man meinen, das ist nicht weiter schlimm. Nur: Es ist nicht die erste weggerissene Waldhütte. Die Thorwaldhütte - weg. Die Knorrehütte - weg. Die Dietrichsgrundhütte - übrigens erst vor ein paar Jahren mit einer wunderschönen Holzschindeldeckung restauriert - auch abgerissen. Kinder, offenbar steckt hier System dahinter. Übrigens nicht nur im Elbsandstein, sondern auch anderswo, z. B. im Nationalpark Harz. Aber das ist ein anderes Thema. Foto: Privat Die Entdeckung der Erde ist noch nicht abgeschlossen: Ausstellung im Institut für Kartographie der TU Dresden
Die Entdeckung der Erde: Sie begann etwa am 6. September 1522, als Magellans Schiff Viktoria in Spanien wieder vor Anker ging. 1913 wurde mit Severnaja Semlja letztmalig ein großes unbekanntes Land entdeckt. 400 Jahre hielt die Entdeckung der Erde die Menschheit in Atem. Heute bringt „Entdeckung der Erde“ als Internet-Suchzeichenkette gerade einmal 558 Nachweise. Auf zum Mars? Alles entdeckt? Gibt es auf der Erde nichts mehr zu entdecken? Das stimmt nicht ganz. Vom 11. bis 20. Februar 2000 umkreiste ein anderes Schiff unsere Erde: Das Spaceshuttle Endeavour auf Shuttle Radar Topography Mission (SRTM). Aus den Daten lassen sich kartographische Reliefdarstellungen gewinnen, die die Erde in bisher völlig unbekannter Detailtreue, Formenvielfalt und Schönheit zeigen: Die Entdeckung der Erde ist noch lange nicht abgeschlossen. Unter diesem Titel zeige ich Kartenbilder mit Kartographischen Netzentwürfen und Kartographischen Reliefdarstellungen im Institut für Kartographie der Technischen Universität Dresden. (Hülsse-Bau Ostflügel, 1. Obergeschoss)
Mein Reliefdarstellungs-Programm Vimage ... ist in Ausgabe 4.1.249 betafertig. Über das Programm ist in den Kartographischen Nachrichten 3/2007 ein Aufsatz von A. Kowanda und R. Schmaltz: Ableitung von anschaulichen Reliefdarstellungen mit dem Bildbearbeitungsprogramm Vimage® auf der Grundlage von SRTM-Daten erschienen. Mehr über Vimage ...
Webcams im Elbsandstein ... Wer schon immer wissen wollte, wie gut die aktuelle Sicht ist, für den gibt es einen neuen Service. Ich bedanke mich beim Elbsandstein-Verlag Dresden und beim Hotel zur Ausicht Hohnstein für das neue Angebot.
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