|
Neuigkeiten
Neue Panoramatafel auf dem Großen Zschirnstein
Der entfernteste Berg, den man bei Super Sicht vom Großen Zschirnstein aus sehen kann, ist die Tafelfichte im Isergebirge, 1124 m hoch, in 77 km Entfernung. Es folgt der 58 km entfernte Jeschken (1011,6 m). Milleschauer, Kletschen und Zinkenstein sind auch bei mittelguter Sicht erkennbar. Aber wer weiß das schon? Damit man die Berge findet, gibt es jetzt eine Panoramatafel auf dem Großen Zschirnstein. Die Tafel ist 227,51×183,76 cm groß, 6 mm stark, einige Zentner schwer und stellt damit alle anderen Aussichtspunkttafeln ordentlich in den Schatten. Sie entstand in Trägerschaft durch Heimatverein und Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna. Die Herstellung erfolgte mit freundlicher Unterstützung durch die Betriebe Metallbau Löser Schöna, ThyssenKrupp Schulte Radebeul, PRETEC GmbH Dresden und DH-Oberflächentechnik Pirna. Mal durchkalkuliert, wäre ungefähr ein Kleinwagen dabei herausgekommen. Wenn das mal reicht. Dafür allen Beteiligten, allen voran Herrn Löser – herzlichen Dank. Die Zeichnung stammt aus meiner Feder. Für den Kartographen war es eine reizvolle Aufgabe, eine Zeichnung einmal für einen Wasserstrahl-Abrasivschnitt in Edelstahl auszuführen. Mal etwas anderes als Papier. Eine solche Tafel müsste man glatt einmal auf das Matterhorn stellen. Vielleicht mein nächstes Projekt. Besonders gefreut habe ich mich auch über die unkomplizierte Zustimmung durch die Nationalparkverwaltung (als Naturschutzbehörde im LSG) und den Forstbezirk Neustadt als Grundeigentümer. Also: Mal wieder auf den Großen Zschirnstein gehen. 561,74 m ist er hoch. Der höchste Berg der Sächsischen Schweiz. Siehe auch: Sächsische Zeitung Pirna, 7. Mai 2013, S. 15
Neue Auflage Hinterhermsdorf Endlich ist der Frühling da und passend dazu ist meine Hinterhermsdorfkarte (die einige Zeit vergriffen war), ab sofort wieder lieferbar.
Was sind neue Trends und Änderungen?
Kaum zu glauben, was sich in so einer Karte ändern kann. Insgesamt gibt es übrigens 411 Änderungen. Wer ganz genau wissen will, was sich alles geändert hat, für den gibt es hier eine Differenzkarte ... ... und hier ein Laufendhaltungsprotokoll. Vieles sind natürlich nur ganz kleine Änderungen. Das gehört aber dazu. Denn wenn man schon einmal mit hohem Aufwand in der Örtlichkeit kartiert, sollte man es auch gründlich machen. Ein paar Jahre kann man eine Karte schon einmal unaktualisiert lassen. Wenn man aber sehr lange gar nichts macht, dann ist die Karte irgendwann völlig veraltet. Nun freue ich mich, dass meine Hinterhermsdorfkarte wieder auf dem neuesten Stand ist, so, als wäre sie gerade erst ganz neu gezeichnet worden.
Neuerscheinung Pamir 1:100000
Leipzig ist nicht nur der Name der Stadt, sondern auch der Name eines Berges im Pamir. Bereits zu Ost-Zeiten sind immer wieder Expeditionen in den Pamir unternommen worden, oft ohne richtige Karten. 1989 sind vier Leipziger Bergsteiger zur Erstbesteigung eines Gipfels aufgebrochen, dem sie zu Ehren ihrer Stadt den Namen „Pik Leipzig“ gegeben haben. Letztes Jahr waren sie wieder dort. Daraus ist nun eine Karte entstanden, die ich soeben aus der Druckerei erhalten habe.
Pamir 1:100000 · Pik Lenin · Pik Leipzig · Westlicher Trans-Alai-Kamm Presseinfo hier als PDF, als .doc, sowie als Textdatei.
Auch lange nicht dagewesen: Der lange Winter 2013, der bis zum 10. April dauerte
Am 14. März früh –10 °C, 19. und 21. März 15 cm Neuschnee und der bleibt liegen! Palmsonntag, 24. März, früh –11 ºC. Tiefster Winter mit geschlossener Schneedecke auf dem Lilienstein. Was für ein März! So einen späten Winter hatten wir noch nie. Das ist doch mal was ganz anderes, als eine Polenztal-Märzenbecherwanderung. Bedeckt, trüb, es ist sehr kalt. Ostern mitten im Winter. Bis Sonnabend nach Ostern (6. April) immer bedeckter Himmel, die Wiesen unten in Waltersdorf schon langsam schneefrei geworden. Aber, ich traue meinen Augen kaum, oberhalb des Ziegenrückens, auf den oberen Ebenheiten um Rathewalde, Hohburkersdorf, Ehrenberg, Lohsdorf, Goßdorf: Tiefster Winter, die Felder nach wie vor voll schneebedeckt, Riesenschneehaufen, Nebel, Kälte, 2 Grad plus. Sonntag, Montag, 7., 8. April kommt dann die Sonne. Es ist fast ein Wunder, wie hoch sie jetzt schon steht! schlagartiger Riesenfrühlingseinbruch. Endlich! Siehe auch die Bilder hier, vom 14. April 2013 Winter bis 10. April. Ich lasse das hier ein bißchen in den Neuigkeiten stehen, denn, wie schnell vergisst man das.
Surftipp - soeben entdeckt:
outdoor + survival + wandern + trekking = trotten: Trotten mit Hut. Schon die Hütte, die die da vorn draufhaben:
Herrlich. Die musste ich mir gleich mal auf meinen eigenen Webspace raubkopieren. Für meine Hüttensammlung. Wolf I Zum Thema „Der Wolf im Landkreis Sächsische Schweiz“ gab (und gibt) es hier eine Petitionsinitiative. 8986 Menschen haben sich mit ihrer Unterschrift gegen eine unkontrollierte Ausbreitung des Wolfes in Sachsen ausgesprochen. Am 31.01.2013 wurden diese im Rahmen einer Sammelpetition an den Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages übergeben. Weitere Informationen hier. Nachtrag 10.02.2013: Es sind noch einmal 300 Unterschriften zusammengekommen. Wolf II Der Wolf einmal anders: Bevölkerungspyramiden zeigen auf instruktive Art die Auswirkungen von Naturkatastrophen, Pillenknicken, Kriegen und ähnlichen Ereignissen auf die menschliche Gesellschaft: Während Dresden langsam aus der demographischen Delle rauskommt, nimmt die Einwohnerzahl der Sächsischen Schweiz weiter rapide ab. Man kann die Sorge des Elbsandsteingebirglers in punkto Wolf auch ein wenig tiefenspychologisch deuten. Die Königsteiner Grundschule, so heißt es, sei, bei den aktuellen Anmeldezahlen in ihrem Bestand noch nicht gefährdet. Der ev.-luth. Kindergarten Bad Schandau wird allerdings gerade geschlossen. Die Prossener Mittelschule haben wir vor ein paar Jahren dichtgemacht. Kein Nachwuchs mehr. Wie werden unsere Bevölkerungspyramiden im Jahr 2026 aussehen? Hier eine Vorausschau, was den Menschen anbetrifft, greife ich auf das Landesamtes für Statistik zurück:
Das werden die Exemplare der Art Homo sapiens doch schon ein bisschen neidisch in Bezug auf das Reproduktionsverhalten ihrer Kollegen der Species Canis lupus. Wolf III Weil ich oft draußen bin, gehöre ich auch zu den „Spaziergängern, Pilzesammlern, Anwohnern, Wanderern“ die sich an den Wolf gewöhnen sollen. Mir geht es wie vielen anderen Menschen: Man macht sich so Gedanken. Zumal ich auch Boofen gehe. Hier nun eine eigene Seite zum Thema „Der Wolf in der Sächsischen Schweiz“
Anderswo aufgelesen
Ach herrje, herrjemine,
wenn ich auf den Brocken seh!
Die Pauschaltouristen wuseln,
und den Wandrer muss es gruseln.
Und vom Nationalparkspuk,
bleibt am Ende Lug und Trug.
Arndt Noacks Brockenbesuch im Herbst 2012
Die Elbe ist eben kein Jangtsekiang *) Komitee-Bericht zur Evaluierung Nationalpark Sächsische Schweiz Schreck am Frühstückstisch: Die SZ vom 02.11.2012 verwies auf eine neue Nationalpark-Studie: „Komitee-Bericht zur Evaluierung Nationalpark Sächsische Schweiz“. Die hat es in sich. Haupterkenntnis: Es gibt in der Sächsischen Schweiz viel zu viele Wanderwege. Unter 8.2 (Infrastruktur für Besucher) ist z. B. als Schwäche ausgeführt: Das Netz außerordentlich umfangreich gekennzeichneter Wege führt zumindest außerhalb der Kernzone zu weitgehend ganzflächiger Besucherfrequentierung mit entsprechendem Beeinträchtigungspotenzial. Die Überwachung der vorhandenen Regelungen zur Besucherlenkung [ist] unzureichend. Die Wanderwege sind drastisch zu reduzieren. Wegereduktionen stoßen nicht nur bei uns auf Unverständinis, sondern auch anderswo, z. B. im Siebengebirge: „Aufregung um den Wegeplan Siebengebirge begründet“. Was das ungefähre Endziel ist, kann man sich im Nationalpark Harz ansehen, bzw. nun eben nicht mehr: Hier die Baggerliste, mein Requiem für die Brocken-Wanderwege online, sowie als Broschüre beim Stiegenbuchverlag erhältlich (3,50 €+Versand). Aber auch andersweitig zeugt die Studie von wenig Ahnung vom Wald. Da wird z. B. unter 2.3 (Grad der Naturnähe) bemängelt: Hoher Anteil an nicht standortgemäßen Fichtenforsten. Diese sind zügig ... in Laub-Mischwaldbestände umzuwandeln. Zugleich bemängelt man aber unter 2.1 (Raum für natürliche Abläufe) dass auf 43 % der Fläche noch forstliche Eingriffe erfolgen würden. Lediglich 36,2 % der Nationalparkfläche unterlägen erst der natürlichen Dynamik. Auch seien 40 Jahre sowieso viel zu lange für einen Übergang zu einem Nationalpark. Na, wie soll das denn gehen, 90 km² Fichtenforst ohne forstliche Eingriffe in wenigen Jahren in Laub-Mischwälder umzuwandeln? Schon das Wort „zügig“: Die da präjudizierte Wildnis ist doch keine Waldschlösschenbrücke, die man da mal mit AutoCAD entwirft und dann „zügig“ hinbaut. Da stehen nun mal lauter Fichten in der Kernzone rum. Wie soll das gehen, da so fix, in vielleicht 40 Jahren, so einen tausendjährigen Eichenwald drauszumachen? Natur Natur sein lassen - okay. Da schnurpelt dann vielleicht der Borkenkäfer bissl was weg. Aber im Großen und Ganzen ist eine 80jahrige Fichten-Monokultur nach 40 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach eines: Eine 120jährige Fichten-Monokultur. Woher ich übrigens so viel forstliche Altklugheit habe? Na vielleicht aus dem Heft „Der Wald im Nationalpark. Gestern. Heute. Morgen“ von Holm Riebe, herausgegeben von unserer Nationalparkverwaltung. Klasse Heft, zur Rezension vorgemerkt. In Abschnitt 4.6 (Besucherlenkung und Gebietskontrolle) wird eine verstärkte Einbeziehung in Netzwerke gefordert. Zugleich unterliegen da rumtippelnde Menschen (Stichwort „touristische Nutzung“) natürlich dem kritischen Auge der Autoren: In 4.5 (Konzepte zu Nutzungen) ist z. B. von schwerwiegenden Problemen für den Schutz der Natur ... aus der touristischen (Über-)Nutzung die Rede. Was sollen das denn für putzige Netzwerke sein? Sollen sich vielleicht Wanderer und Gastwirte gemeinsam vernetzen, um die „Wegedichte zu reduzieren“? Um sich letztendlich aus der Landschaft wegzuschützen? Also mal wieder ganz schön Bambi-Syndrom. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Naturschutz ist ganz wichtig. Darum ist vor allem aber ganz wichtig: Natur-Verständnis. Und dass der Naturschutz von den Menschen akzeptiert wird. Es gibt eine Menge Leute, die sich für den Naturschutz interessieren. Und die gehen raus in die Landschaft. Nicht nur 2 Tage, wenn mal eine Studie geschrieben werden soll. Sondern ihr ganzes Leben. Die Hegelsche Tripelitis These: Natur schön Antithese: Mensch Mist Synthese: Also Mensch raus aus der Natur ist Mist. Der sächsische Umweltminister Frank Kupfer hat der Studie teilweise widersprochen. Ebenso hört sich die Wertung der Nationalparkverwaltung gut an. Man will nicht allen Empfehlungen der Evaluierung folgen. Der Aktion free borkenkaefer übrigens auch nicht. Blos gut. Dafür herzlichen Dank. Ich glaub, im Siebengebirge haben die sich per Volksentscheid den geplanten Nationalpark inzwischen vom Hals geschafft. Das ist eigentlich schade, ihr lieben Berliner Naturschutz-Professoren, die ihr die Studie verfasst habt: Bei uns hier im Elbsandstein ist das anders. Wir sind stolz auf unseren Nationalpark und freuen uns über die höchste Naturschutzkategorie. Die Bewohner der Sächsischen Schweiz leben hier mit dem Nationalpark und von ganz vielen Menschen, die die Schönheit der Landschaft hier suchen und finden. Dazu machen die etwas ganz Absonderliches: Sie laufen im Wald rum. Auf ganz vielen großen und kleinen, breiten und schmalen, geraden und schlängeligen - Wegen. Das klappt wunderbar. Und das ist auch kein Spannungsfeld kontra Natur, sondern ein Einklang mit der Natur. Seit Caspar David Friedrichs Zeiten. Der ist übrigens gerade Boofen. In Berlin in der Alten Nationalgalerie:
*) „Die Elbe ist eben kein Jangtsekiang“ ist ein Zitat aus einem von Andreas P. am 2. November 23:50 in das Stiegenforum eingestellten Beitrag. Bissl nach unten scrollen, der ganz lange Text ganz schön weit unten, herrlich geschrieben. Mensch, war der auf Brass. Am besten den Text in einer schönen Schriftart, z. B. Andron oder Garamond umformatieren und ausdrucken. Liest sich so viel schöner, als am Bildschirm.
Dazu passend: Wandertipp des BfN Wir haben einen herrlichen November. Da wandert kein Mensch. Darum ist auch der November auch Dr. Rolf Böhms Geheimtipp-Wandermonat. Also, ich empfehle im November eine Wanderung auf dem Gratweg der Thorwalder Wände - ausdrücklich nicht. Das gilt als so „tierisch verboten“ dass dieser Weg nicht einmal auf den Böhm-Wanderkarten eingezeichnet ist. Macht aber nichts. Wir haben hier ja das Bundesamt für Naturschutz (BfN). Raufsurfen -> Karten und Kartendienste -> Schutzgebiete -> Sächsische Schweiz ordentlich ranzoomen. Klasse Karten haben die da:
Na, da kann es nicht so verboten sein. Achtung, nur in der ruhigen Zeit im November zugelassen. Ab Dezember laden die da wieder eine andere Karte auf ihren Server.
Der Nationalpark Harz holt uns ein Nanu, schon wieder dicke Technik in den hintersten Ecken des Nationalparks? Dr. Butter, der Chef der Nationalparkverwaltung, hat es schwer. So alt, wie der Bau ist der Pfusch am Bau. Aber normalerweise schert sich kein Passant groß, wenn eine Baumaschine mal einen Pflasterstein kaputt macht oder eine Lampe an einer Baustellensicherung nicht brennt. Da meckert höchstens der Polier. Im Nationalpark ist das anders. Wenn ein Rücketraktor ein kleines Stück Sandstein kaputt macht oder ein DIN-unkonformer Dieselkanister im Wald rumliegt, hat Dr. Butter sofort eine gigantische Masse Aufpasser auf dem Hals. Das geht rum wie ein Lauffeuer:
Sächsische Zeitung Pirna (02.10.2012, S. 16.)
Vielleicht ist gar der gesamte Nationalparkgedanke überholt? So eine brisante These von Christian Helfricht. Natürlich ist das widersprüchlich. Auf der einen Seite wird mit Großtechnik versucht Stichwort „Entwicklungs-Nationalpark“ künstlich aus Natur Natur zu machen. Gleichzeitig projiziert man die vermeintliche Apokalypse der gesamten Menschheit auf den kleinen Wanderer. Was dann aber auch für ein Zufall: Nachdem die Holzvollernter abgezogen sind ist auch der kleine Pfad gleich mitverschwunden. Ich zeichne gerade an einer Wanderkarte des Khaatals 1:10000 und bemerke in der Böhmischen Schweiz sehr ähnliche Symptomatiken. Und übrigens auch im Nationalpark Harz. Es scheint tatsächlich etwas nicht zu stimmen mit unseren Nationalparks. Rainer Brämer nennt das das „Bambi-Syndrom“: Der Mensch kommt im Natur-Bild des Menschen nicht mehr vor, so Brämer bereits vor 10 Jahren: Widersprüche. Die Jugend referiert Brämer mittlerweile im Antiveganforum. Antiveganforum. Weißwedel-Hirschkalb. Junge, Junge, was es so alles gibt. Wenn ich wieder einmal ein bißchen Zeit habe, mach ich mit ein paar weitere Gedanken dazu und schreibe eine eine neue Draußensein-Seite. Jetzt muss ich aber erst wieder einmal Karte zeichnen.
Pik Leipzig Pamir Expedition 2012 18.08.2012. Aufstieg bis fast auf den Gipfel des Pik Leipzig geschafft. Ganz hochgekommen sind sie nicht. Viel mehr Schnee, als 1989. Macht aber nichts. Wir gratulieren herzlich und freuen uns, dass alle wieder heil und gesund heruntergekommen sind. Einen Gipfelerfolg gab es dennoch: Die Erstbesteigung des 5350 m hohen Pik Saxonia etwa nordöstlich des Pik Leipzig. Nun werde ich mich an die Kartierung machen. Aus Kartographensicht ist die Aussage der Einheimischen wichtig, dass der Berg keinen autochthonen Bergnamen trägt. Hier schon einmal ein Kroki, nach Informationen von Ralf Brummer und Steffen Löfflmann aus www.pik-leipzig.de und www.leipzig.de. zusammengestellt:
Nun wird die Pik Leipzig Pamir Expedition 2012-Karte bearbeitet.
Dr. Böhms Praxis für Wanderweg-Heilkunde Nicht nur Menschen können krank werden, sondern auch Wege. Das war der Tenor eines Vortrages, den ich am 11.05.2012 auf dem Fachforum des 4. Sächsischen Wandertages in Bad Schandau gehalten habe: „Mit unseren eigenen Augen. Wanderwege aus der Sicht des Kartographen.“ Weil der Vortrag recht gut angekommen ist, gibt es ihn nun auch in HTML. Ja, Sie haben richtig gehört. Den Wegen geht es wie uns Menschen. Wege sind nämlich Lebewesen. Und deshalb können auch sie krank werden. Ebenso, wie wir Menschen können sich auch Wege mit Krankheitserregern infizieren, Symptome ausbilden, krank werden. Gegen manche Krankheiten gibt es, wie wir sehen werden, Medikamente, andere Krankheiten sind kaum behandelbar, häufig ist aber Prophylaxe möglich. Wege können an Krankheiten sterben.
Die Baggerliste Seit letzem Jahr gibt es einen neuen Wegeplan 2011 - 2020 für den Nationalpark Harz.
Mit einer Liste, der ich den Namen Baggerliste gegeben habe. Es hat mir fast den Atem genommen und den Herzschlag stocken lassen, als ich diese Liste das erste Mal gelesen habe. Es sind überwiegend Wege, die da, wie es heißt, zurückgebaut worden sind. Systematisch, aufwändig, jahrelang und vor allem eines: massenhaft. Tief durchatmen. Ein Text, der beklommen macht. Und ein Text der diese Beklommenheit weitergeben will. Hier: Die Baggerliste
Das Hunderttausendsternehotel In der Frühe kann es auf dem Sandstein wie an des Nebelmeeres Strand sein. Heike Welzel
Bilder ... aber was heißt hier schon ... Bilder.
Hundert Tausend Sterne. Erst jetzt gefunden.
Von Denis Thomas, Jürgen Hage, Sven Dietrich und Thomas Pöschmann.
Zur Märzenbecherzeit
Einmal nicht ins Polenztal. Zum Thema „Du und deine Forststraße“ erreicht mich soeben eine aktuelle Bildnachricht aus dem Fauna-Flora-Habitat Gebiet Krahnberg-Kriegberg bei Gotha. Ich bedanke mich herzlich bei Manfred Müller für diese Anregung zu naturphilosophischen Gedanken. Noch Fragen, Kienzle?
Unsere eigenen Augen
Es gibt ein neues 103seitiges LSG-Rahmenkonzept der Nationalparkverwaltung, das den Kommunen im Elbsandstein zur Diskussion vorliegt. Ja, wer liest sich das durch? Aber je weiter ich kam, desto interessanter fand ich den Text. Insbesondere die Passagen über das Wandern. Vieles trifft den Nagel auf den Kopf. Und wenn man sich schon die Zeit nimmt, zu lesen, kann man auch etwas aufschreiben und weitergeben. So sind zu den 103 Seiten Text 7 Seiten Notizen für den Bad Schandauer Stadtrat hinzugekommen ... Hier mein Text, leicht angereichert mit Zitaten der Vorlage (die ich leider nicht online fand), und so hoffentlich auch ohne den Basistext einigermaßen zu verstehen. Unsere eigenen Augen (1,54 MByte)
Böse Rücketraktoren machen den Nationalpark kaputt Hierzu meine Themenwanderung vom Januar 2012.
Karte für die Pik Leipzig Pamir Expedition 2012
Damit die Leipziger Montagsdemos von 1989 nicht in Vergessenheit geraten, sind sie zugleich mit dem 1989 von Leipziger Bergsteigern erstbegangenen Pik Leipzig im Pamir verewigt worden. Im Jahr 2012 soll nun wieder eine Leipziger Expedition in den Pamir führen, und eine Expedition benötigt natürlich auch gutes Kartenmaterial in möglichst großem Maßstab. Wie macht man so etwas? Was es 1989 noch nicht gab, waren die Höhenmodelle der Shuttle Radar Topography Mission. Aus diesen Daten gelang es relativ mühelos eine Grundlagenkarte in dem großen Maßstab 1:100000 herzustellen. Die Karte zeigt die Gebirgsformen des Pik-Lenin-Gebietes und knüpft gestalterisch an die herausragende Schweizer Kartographie der 1960er Jahre an. Ich wünsche der Leipziger Pamir Expedition 2012 viel Erfolg.
IG Stiegen- und Wanderfreunde Ganz hinten, im Verborgenen, dort, wo sonst niemand mehr hinkommt, liegt das Revier des Krypto-Wanderers. Ja, dürfen die das eigentlich? Wer hat das denen erlaubt? Im Wald? Im Nationalpark? Und am Ende auch noch in der Kernzone? Einfach so herumlaufen? Andersherum: Was sind wir doch für eine traurige urbanisierte Menschheit. Wieviel Natur-Entfremdung, wieviel Quantomanie und Künstlichkeit, wieviel Seelenblindheit steckt eigentlich in uns: Dass wir es offenbar für völlig selbstverständlich halten – dass wir – um in der Natur, im Wald zu sein – erst einer ausdrücklichen Erlaubnis bedürfen? Dabei ist doch die Natur unser aller Mutter, der Wald unser aller Vater. Wenn wir erst unsere Wurzeln verloren haben, wenn wir nicht mehr wissen, wer unser Vater und wer unsere Mutter sind, dann sieht es traurig aus um uns. Das wusste schon der tapfere Asmun aus dem Volke der Nimchen von der Namcha Barwa, der seine Muttererde an seinem Herzen immer bei sich trug. Nun gibt es in unserer künstlichen Computerglitzerwelt eine neue Textsammlung, die das Draußensein aufgreift: Wer nun aber denkt, das sei nur so eine Art Lobby-Seite von so ein paar Wanderfreaks, die da draußen im Busch einfach nur so herumwandern wollen, wie es ihnen Spaß macht (und ohne dass ihnen da eine Nationalparkverwaltung dazwischenfunkt), der denkt zu kurz. Der tapfere Asmun hat da seine Muttererde nicht einfach nur so zum Spaß mit sich herumgeschleppt. Sondern, weil sie oft – seine Retterin war. Ich wünsche allen Besuchern und Machern dieser Seite viel Freude. Euer Ehrenmitglied. Danke.
Der Bad Schandauer Brunnen ist nach 100 Jahren wieder da
Seit dem 4. September hat Bad Schandau wieder seinen Brunnen auf dem Marktplatz. So richtig typisch Schandau: Heiß debattiert, ob so etwas hier hinpasst; ordentlich gemacht, aus Bronze (wo es doch Gerüchte gab, dass der alte Brunnen aus der Kaiserzeit nur billiger Zinkguss gewesen wäre); sieht altmodisch aus und ist doch eine neu gemachte Replik des Bildhauers Eberhard Wolf – man erkennts am Detail. Manchem ist der Brunnen zu altmodisch: Warten wir es erst einmal ab, mit was für Augen kommende Generationen die vielen Granithaufen, die heute so als Brunnen ausgeführt werden – sehen werden. Ganz viele Menschen haben viele große und kleine Spenden zusammengetragen, ein ordentlicher Teil kam auch aus dem städtischen Haushalt. Wieviel? Das wird allmählich in Vergesenheit geraten. Wie immer, wenn ein Bauwerk für die Ewigkeit gemacht wird. Bei der Cheopspyramide denkt auch niemand mehr daran, wie die sich damals mit Griechenland um das Geld gestritten haben ... ... so, und nun das gute Stück noch fix in der Wikipedia aktualsieren ...
Brandneuer Link von Thorsten Kutschke erstmal hier, (Traumtouren II, mit dem Kartenmaler Rolf Böhm unterwegs, 12 Minuten), ehe ich es wieder vergesse.
Werner Neumeister verstorben Aus der Sächischen Zeitung erfuhr ich, dass Werner Neumeister aus Sebnitz im Sommer 2011 verstorben ist. Werner Neumeister ist der Namensgeber des Neumeistersteines im Großen Zschand, eines recht großen namenswürdigen Felsleibs, der den Thorwalder Wänden vorgelagert ist. Der Neumeisterstein ist kein Klettergipfel (wie hier vermutet,) sondern „nur“ ein Flurname, ähnlich Försterstein oder Schäferstein. Man kann theoretisch (er liegt in der Kernzone) in einem Kamin „hochlaufen.“ Dessenungeachtet hat sich oben in den 1960er Jahren einmal ein Gipfelbuch befunden und auch eine Boofe soll es dort gegeben werden, jedenfalls habe ich dort noch um 1980 ein paar alte, mit Dachpappe verschalte Bretter herumliegen sehen. Den Namen Neumeisterstein hat mir Günther Kaßner (T. V. S. 14) einmal in der Buschmühle mitgeteilt, woraufhin ich ihn in der 2. Auflage der Karte „Großer Zschand“ beschriftet habe. Inzwischen wurde er auch in anderen Karten (z. B. Kompass) zitiert. So ist Werner Neumeister vielleicht ein bißchen unsterblich geworden.
Bahnhofsfest auf dem Bahnhof in Lohsdorf am 27. und 28. August 2011
Der Bahnhof Lohsdorf ist nach 60 Jahren wiedererrichtet worden und die ersten Bilder vom Bahnhofsfest gibt es hier. Auf der neuesten Auflage meines Titels Brand · Hohnstein 1:10000 sind die neu eingeweihten Gleisanlagen übrigens schon eingezeichnet.
Axel Mothes begibt sich in den Harz
Unter dem Titel Harzer Klippen- und Stiegenwelt Band I ist soeben ein neuer Mothes-Titel erschienen. Der Harz ist dreimal größer als der Elbsandstein. Im Harz sind die Heidelbeeren dreimal größer und die Tannen dreimal höher als bei uns. Und natürlich ist auch der Brocken dreimal höher, als der Falkenstein. Im Harz arbeitet aber auch die Nationalparkverwaltung dreimal raffinierter, als bei uns. Wer da auf Seite 119 vorblättert, dem vergeht eigentlich das Wandern. Soll es ja möglicherweise auch, so der Tenor der dortigen Nationalparkverwaltung, wenn man den in dem im Buch auf S. 124 bis 128 abgedruckten Dokumenten Glauben schenkt. Eine Riesenbürokratie mit nur einem einzigen Ziel: Verhindern, dass eines Menschen Fuß unsere Mutter Erde berührt. Mothes spricht mit Verweis auf den Wegeplan der Nationalparkverwaltung von einer Vernichtung historischen Weggutes (S. 120). In dem Wegeplan liest sich vieles erst einmal gar nicht so schlecht. Als ich mir dann allerdings die Mothesschen Karten auf S. 122/123 des Buches ansah, traten mir bittere Heinesche Tränen in die Augen. Wie bei uns. Die Art der Wegenetzausdünnung mit hübschen Konzeptionen (bei denen man zunächst einmal grundsätzlich zustimmt) und dann sind plötzlich ganz ganz viele Wege weg – das ist uns hier im Elbsandstein nur allzu bekannt. Der Harz ist übrigens mein Lieblingswandergebiet. Hier eine Milieustudie zu dem Thema Man müsste mal ordentliche Detailwanderkarten 1:10000 vom Harz machen. Dumm nur, dass der Harz dreimal größer ist, als die Sächsische Schweiz.
Überraschende Caspar-David-Friedrich-Lokalisierung
Man denkt ja immer zu den alten Romantikern wäre schon alles ausgeforscht. Umso überraschter war ich, als sich bei der Bildsichtung einer Exkursion mit dem Caspar-David-Friedrich-Kuratorium Greifswald-Sebnitz-Schönbach-Bad Schandau und dem K. V. Fernblick eine interessante Lokalisierungsinterpretation des Friedrichschen Bildes „Böhmische Landschaft mit dem Milleschauer“ ergab.
Weitwanderwege im Elbsandstein Malerweg, Fremdenweg, E3-Weg, EB-Weg, es gibt sehr viele Premium-, Haupt-, Fernwanderwege. Wer hier allerdings Masse statt Klasse vermutet irrt sich in Deutschlands Wanderlandschaft Nr. 1. Denn: Jeder Weg hat seine eigene Poesie ... Wissen kompakt. Hier ein Blick in meine Redaktionsunterlagen ... Ich bedanke mich für die Anregung zu dieser Veröffentlichung bei Hartmut Landgraf von der Sächsischen Zeitung, „Eisenach - Budapest gerät zu Unrecht in Vergessenheit“, SZ, 03.03.2011.
Zufällig einmal „Wege Konsens Nationalpark“ gegoogelt Überall werden Nationalparks geplant ...
Nationalpark Eifel: Stellungnahme Wegeplan. — Kommt dem Elbsandstein-Wanderer vielleicht irgendwie bekannt vor ...
Die Rübezahlstiege, so hat Helmut Schulze recherchiert, ist schon über 100 Jahre alt. Das ist eine klitzekleine Sensation, wurde sie doch bisher lediglich auf „vor 1953“ oder „vor 1935“ datiert. Weitere Informationen unten, auf meiner Rübezahlstiegenseite Übrigens: Rübezahlstiege und auch Zwilligsstiege werden gerade von der Nationalparkverwaltung gewartet, wobei auch Eisen getauscht werden. Es kann zeitweilig zu Einschränkungen kommen. Es ist keine Komplett- oder Luxussanierung, die Stiegen bleiben „schwer“ (KS3). Das ist aber kein Rückbau oder Abriss, wie aus der Gerüchteküche verlautet. Da freuen sich die Wanderer und haben natürlich auch Verständnis für zeitweilige Einschränkungen.
Die Oktoberboofe im Kleinen Zschand Boofen sind geheimnisvolle Orte, in keiner Karte verzeichnet, Refugien der Draußenseienden mitten in der Natur. Ähnlich Fernblickboofe, Siebenschläferboofe, Jortanboofe oder Bernd-Bahn-Boofe war auch die Oktoberboofe ein solcher Ort. Wie mag die Boofe entstanden sein und aus was für Gründen hat man sie errichtet? Durch einen Zufall kam kürzlich der KV Fernblick mit einem der Erbauer ins Gespräch. Aus dem Gespräch wurde eine Einladung und nun kann man es nachlesen: Die Geschichte der Oktoberboofe.
Kobachkarte von Helmut Schulze entdeckt
Immer wieder einmal geht die Kunde von einer sagenumwobenen Karte aus den 1950er Jahren, der Kobachkarte von den Schrammsteinen und den Partschenhörnern. Unlängst hat mir Helmut Schulze eine CD mit Aufnahmen von der Karte geschickt. Es gibt sie also doch! Maßstab 1:6250 bzw. 1:4853. Kartiert und handgezeichnet von Rudolf Kobach 1955, 1956 und 1960 in insgesamt 4 Blättern. Auch mit kleinsten Pfaden, einem rätselhaften Wildforschungsgebiet und auch mit der Verzeichnung zahlreicher Wandbrände im Weberschluchtgebiet, auf dem Großen Teichstein und am Bösen Horn aus den Jahren 1947 bis 1964. Ich habe die Karte als wertvollen Schatz in meine Kartensammlung aufgenommen, sowie in meine Online-Bibliographie Herzlichen Dank an Helmut Schulze für die Information und die CD. Schwarzabriss im Nationalpark
Die Hütte wird erstmalig im Meßtischblatt von 1932 verzeichnet. Vorher soll es in der Nähe eine andere Hütte gegeben haben, in welcher ein Leierkastenmann gewohnt haben soll, dem der Krinitzgrab-Mord zugeschrieben wird. Spätere Geschichten um diese Hütte ranken sich um Förster, Bergsteiger und Grenzer, die hier bis 1961 einen einsamen Posten unterhielten. Das war auch die Zeit, als das Stasi-Ferienheim Zeughaus gebaut wurde. Übrigens von Knackis, die 1953 bei denen in den Kahn gegangen sind. Die Katzsteinhütte wurde, wie soeben gemeldet wurde, von der Nationalparkverwaltung abgerissen. So eine olle Bruchbude weg - so mag man meinen, das ist nicht weiter schlimm. Nur: Es ist nicht die erste weggerissene Waldhütte. Die Thorwaldhütte - weg. Die Knorrehütte - weg. Die Dietrichsgrundhütte - übrigens erst vor ein paar Jahren mit einer wunderschönen Holzschindeldeckung restauriert - auch abgerissen. Kinder, offenbar steckt hier System dahinter. Übrigens nicht nur im Elbsandstein, sondern auch anderswo, z. B. im Nationalpark Harz. Aber das ist ein anderes Thema. Foto: Privat
Webcams im Elbsandstein ... Wer schon immer wissen wollte, wie gut die aktuelle Sicht ist, für den gibt es einen neuen Service. Ich bedanke mich beim Elbsandstein-Verlag Dresden und beim Hotel zur Ausicht Hohnstein für das neue Angebot.
|