|
Neuigkeiten
Unsere eigenen Augen
Es gibt ein neues 103seitiges LSG-Rahmenkonzept der Nationalparkverwaltung, das den Kommunen im Elbsandstein zur Diskussion vorliegt. Ja, wer liest sich das durch? Aber je weiter ich kam, desto interessanter fand ich den Text. Insbesondere die Passagen über das Wandern. Vieles trifft den Nagel auf den Kopf. Und wenn man sich schon die Zeit nimmt, zu lesen, kann man auch etwas aufschreiben und weitergeben. So sind zu den 103 Seiten Text 7 Seiten Notizen für den Bad Schandauer Stadtrat hinzugekommen ... Hier mein Text, leicht angereichert mit Zitaten der Vorlage (die ich leider nicht online fand), und so hoffentlich auch ohne den Basistext einigermaßen zu verstehen. Unsere eigenen Augen (1,54 MByte)
Böse Rücketraktoren machen den Nationalpark kaputt Hierzu meine Themenwanderung vom Januar 2012.
Karte für die Pik Leipzig Pamir Expedition 2012
Damit die Leipziger Montagsdemos von 1989 nicht in Vergessenheit geraten, sind sie zugleich mit dem 1989 von Leipziger Bergsteigern erstbegangenen Pik Leipzig im Pamir verewigt worden. Im Jahr 2012 soll nun wieder eine Leipziger Expedition in den Pamir führen, und eine Expedition benötigt natürlich auch gutes Kartenmaterial in möglichst großem Maßstab. Wie macht man so etwas? Was es 1989 noch nicht gab, waren die Höhenmodelle der Shuttle Radar Topography Mission. Aus diesen Daten gelang es relativ mühelos eine Grundlagenkarte in dem großen Maßstab 1:100000 herzustellen. Die Karte zeigt die Gebirgsformen des Pik-Lenin-Gebietes und knüpft gestalterisch an die herausragende Schweizer Kartographie der 1960er Jahre an. Ich wünsche der Leipziger Pamir Expedition 2012 viel Erfolg.
IG Stiegen- und Wanderfreunde Ganz hinten, im Verborgenen, dort, wo sonst niemand mehr hinkommt, liegt das Revier des Krypto-Wanderers. Ja, dürfen die das eigentlich? Wer hat das denen erlaubt? Im Wald? Im Nationalpark? Und am Ende auch noch in der Kernzone? Einfach so herumlaufen? Andersherum: Was sind wir doch für eine traurige urbanisierte Menschheit. Wieviel Natur-Entfremdung, wieviel Quantomanie und Künstlichkeit, wieviel Seelenblindheit steckt eigentlich in uns: Dass wir es offenbar für völlig selbstverständlich halten – dass wir – um in der Natur, im Wald zu sein – erst einer ausdrücklichen Erlaubnis bedürfen? Dabei ist doch die Natur unser aller Mutter, der Wald unser aller Vater. Wenn wir erst unsere Wurzeln verloren haben, wenn wir nicht mehr wissen, wer unser Vater und wer unsere Mutter sind, dann sieht es traurig aus um uns. Das wusste schon der tapfere Asmun aus dem Volke der Nimchen von der Namcha Barwa, der seine Muttererde an seinem Herzen immer bei sich trug. Nun gibt es in unserer künstlichen Computerglitzerwelt eine neue Textsammlung, die das Draußensein aufgreift: Wer nun aber denkt, das sei nur so eine Art Lobby-Seite von so ein paar Wanderfreaks, die da draußen im Busch einfach nur so herumwandern wollen, wie es ihnen Spaß macht (und ohne dass ihnen da eine Nationalparkverwaltung dazwischenfunkt), der denkt zu kurz. Der tapfere Asmun hat da seine Muttererde nicht einfach nur so zum Spaß mit sich herumgeschleppt. Sondern, weil sie oft – seine Retterin war. Ich wünsche allen Besuchern und Machern dieser Seite viel Freude. Euer Ehrenmitglied. Danke.
Der Bad Schandauer Brunnen ist nach 100 Jahren wieder da
Seit dem 4. September hat Bad Schandau wieder seinen Brunnen auf dem Marktplatz. So richtig typisch Schandau: Heiß debattiert, ob so etwas hier hinpasst; ordentlich gemacht, aus Bronze (wo es doch Gerüchte gab, dass der alte Brunnen aus der Kaiserzeit nur billiger Zinkguss gewesen wäre); sieht altmodisch aus und ist doch eine neu gemachte Replik des Bildhauers Eberhard Wolf – man erkennts am Detail. Manchem ist der Brunnen zu altmodisch: Warten wir es erst einmal ab, mit was für Augen kommende Generationen die vielen Granithaufen, die heute so als Brunnen ausgeführt werden – sehen werden. Ganz viele Menschen haben viele große und kleine Spenden zusammengetragen, ein ordentlicher Teil kam auch aus dem städtischen Haushalt. Wieviel? Das wird allmählich in Vergesenheit geraten. Wie immer, wenn ein Bauwerk für die Ewigkeit gemacht wird. Bei der Cheopspyramide denkt auch niemand mehr daran, wie die sich damals mit Griechenland um das Geld gestritten haben ... ... so, und nun das gute Stück noch fix in der Wikipedia aktualsieren ...
Brandneuer Link von Thorsten Kutschke erstmal hier, (Traumtouren II, mit dem Kartenmaler Rolf Böhm unterwegs, 12 Minuten), ehe ich es wieder vergesse.
Werner Neumeister verstorben Aus der Sächischen Zeitung erfuhr ich, dass Werner Neumeister aus Sebnitz im Sommer 2011 verstorben ist. Werner Neumeister ist der Namensgeber des Neumeistersteines im Großen Zschand, eines recht großen namenswürdigen Felsleibs, der den Thorwalder Wänden vorgelagert ist. Der Neumeisterstein ist kein Klettergipfel (wie hier vermutet,) sondern „nur“ ein Flurname, ähnlich Försterstein oder Schäferstein. Man kann theoretisch (er liegt in der Kernzone) in einem Kamin „hochlaufen.“ Dessenungeachtet hat sich oben in den 1960er Jahren einmal ein Gipfelbuch befunden und auch eine Boofe soll es dort gegeben werden, jedenfalls habe ich dort noch um 1980 ein paar alte, mit Dachpappe verschalte Bretter herumliegen sehen. Den Namen Neumeisterstein hat mir Günther Kaßner (T. V. S. 14) einmal in der Buschmühle mitgeteilt, woraufhin ich ihn in der 2. Auflage der Karte „Großer Zschand“ beschriftet habe. Inzwischen wurde er auch in anderen Karten (z. B. Kompass) zitiert. So ist Werner Neumeister vielleicht ein bißchen unsterblich geworden.
Bahnhofsfest auf dem Bahnhof in Lohsdorf am 27. und 28. August 2011
Der Bahnhof Lohsdorf ist nach 60 Jahren wiedererrichtet worden und die ersten Bilder vom Bahnhofsfest gibt es hier. Auf der neuesten Auflage meines Titels Brand · Hohnstein 1:10000 sind die neu eingeweihten Gleisanlagen übrigens schon eingezeichnet.
Axel Mothes begibt sich in den Harz
Unter dem Titel Harzer Klippen- und Stiegenwelt Band I ist soeben ein neuer Mothes-Titel erschienen. Der Harz ist dreimal größer als der Elbsandstein. Im Harz sind die Heidelbeeren dreimal größer und die Tannen dreimal höher als bei uns. Und natürlich ist auch der Brocken dreimal höher, als der Falkenstein. Im Harz arbeitet aber auch die Nationalparkverwaltung dreimal raffinierter, als bei uns. Wer da auf Seite 119 vorblättert, dem vergeht eigentlich das Wandern. Soll es ja möglicherweise auch, so der Tenor der dortigen Nationalparkverwaltung, wenn man den in dem im Buch auf S. 124 bis 128 abgedruckten Dokumenten Glauben schenkt. Eine Riesenbürokratie mit nur einem einzigen Ziel: Verhindern, dass eines Menschen Fuß unsere Mutter Erde berührt. Mothes spricht mit Verweis auf den Wegeplan der Nationalparkverwaltung von einer Vernichtung historischen Weggutes (S. 120). In dem Wegeplan liest sich vieles erst einmal gar nicht so schlecht. Als ich mir dann allerdings die Mothesschen Karten auf S. 122/123 des Buches ansah, traten mir bittere Heinesche Tränen in die Augen. Wie bei uns. Die Art der Wegenetzausdünnung mit hübschen Konzeptionen (bei denen man zunächst einmal grundsätzlich zustimmt) und dann sind plötzlich ganz ganz viele Wege weg – das ist uns hier im Elbsandstein nur allzu bekannt. Der Harz ist übrigens mein Lieblingswandergebiet. Hier eine Milieustudie zu dem Thema Man müsste mal ordentliche Detailwanderkarten 1:10000 vom Harz machen. Dumm nur, dass der Harz dreimal größer ist, als die Sächsische Schweiz.
Leicht verdientes Geld: Raubkopien auf Panoramatour Wer Böhm-Wanderkarten einscannt (dazu noch mit einem grottenschlechten Scanner) – und ohne Lizenznummer ins Internet stellt, schmeißt auch Marsriegelverpackungen im Wald rum. http://www.lausitzer-sportevents.de/lilienstein/index.php?link=strecken
http://www.lausitzer-sportevents.de/lilienstein/pdf/PT2011_laufen_karte1.pdf So etwas tut man doch nicht. Bei mir gibt es für wenig Geld günstige Lizenzen ... 05.11.2011 - die Links funktionieren ja immernoch. Donnerwetter! Also, angemailt habe ich die, dass sie das Zeug mal rausnehmen sollen. Also wer hier reinguckt, und zufällig Anwalt ist und Ahnung von Abmahnungen hat ... hm ... äh ... also zwei Sachen sind offenbar unendlich, das Universum und die Internet-Chuzpe.
Das Bild der vorigen Woche ... ... hat mir Ronni Schneider vom Frienstein gemailt. Nachtrag 20.10.2011: Wurde in der Wegekommission debattiert und soll bissl umgebaut werden.
Überraschende Caspar-David-Friedrich-Lokalisierung
Man denkt ja immer zu den alten Romantikern wäre schon alles ausgeforscht. Umso überraschter war ich, als sich bei der Bildsichtung einer Exkursion mit dem Caspar-David-Friedrich-Kuratorium Greifswald-Sebnitz-Schönbach-Bad Schandau und dem K. V. Fernblick eine interessante Lokalisierungsinterpretation des Friedrichschen Bildes „Böhmische Landschaft mit dem Milleschauer“ ergab.
Wanderkarte „Die Bastei 1:10000“ aktualisiert Neueintragungen sind u. a. der Malerweg, die Eisenbahnwelten Rathen (mit Gleisen Bahnhöfen nund Haltepunkten) und das ganz neu eröffnete Hotel Elbiente in Rathen – darüber hinaus gibt es aber auch ganz viele kleine Änderungen.
Neuauflage „Zittauer Gebirge - Westlicher Teil 1:10000“ wieder lieferbar Mein Titel „Zittauer Gebirge - Westlicher Teil 1:10000“ ist in nunmehr 3. Auflage ab sofort wieder lieferbar. Was sich gegenüber der Vorauflage alles geändert hat? Die meisten Änderungen sind kleinerer Art - Wegführungsänderungen, zugewachsene Pfade, z. B. in der Jonsdofer Felsenstadt, hier eine weggefallene Wildfütterung, dort eine neue Schutzhütte. Darüber hinaus gibt es aber auch immer eine Anzahl neu gebauter Straßen, Parkplätze, Gebäude, geänderter Wegemarkierungen, Gasthäuser, Hotels, neu in der Karte sind auch die tschechischen Radwegenummern. Auch das Hochwasser vom 7. August 2010 hat Spuren in der Karte hinterlassen. Insgesamt gibt es über 250 Änderungen. Hier ein Bild, das die Aktualisierungen anschaulich darstellt:
Doch eine ganze Menge, oder? Ich bedanke mich herzlich bei Frau Hänisch von der Jonsdorfer Tourist-Information für die mitgeteilten Korrekturen. Die Neubearbeitung wurde zugleich dazu benutzt, das Kartenbild zu verbessern und die Schrift ist jetzt noch besser lesbar. Der Preis der Karte ist unverändert 4,80 €. Und es ist auch wieder der Doppelpack „Zittauer Gebirge Östlicher und Westlicher Teil in 2 Blättern“ (8,80 €) lieferbar.
Vortrag an der Martin-Luther-Universität Halle
Ich freue mich immer wieder, wenn ich zu einem Vortrag an die Martin-Luther-Universität nach Halle eingeladen werde, und das nicht nur wegen Georg Cantor, mit dem mich die Liebe zum Harz verbindet.
Am Donnerstag, dem 12.05.2011 ist es wieder einmal soweit. Auf
Einladung von Frau Prof. Cornelia Gläser Hörsaal für Geographie, Von-Senckendorf-Platz 4, H4 1.43, Donnerstag, 12.05.2011, 16:30 Uhr. Gemeinsames Kolloquium des Institues für Geowissenschaften und Geographie, Lehrstuhl für Geofernerkundung und Thematische Kartographie und der Deutschen Gesellschaft für Kartographie, Sektion Halle-Leipzig.
Weitwanderwege im Elbsandstein Malerweg, Fremdenweg, E3-Weg, EB-Weg, es gibt sehr viele Premium-, Haupt-, Fernwanderwege. Wer hier allerdings Masse statt Klasse vermutet irrt sich in Deutschlands Wanderlandschaft Nr. 1. Denn: Jeder Weg hat seine eigene Poesie ... Wissen kompakt. Hier ein Blick in meine Redaktionsunterlagen ... Ich bedanke mich für die Anregung zu dieser Veröffentlichung bei Hartmut Landgraf von der Sächsischen Zeitung, „Eisenach - Budapest gerät zu Unrecht in Vergessenheit“, SZ, 03.03.2011.
Der Wilde-Robert-Rettungszug Schon über 25.000 Unterschriften
Nicht nur die Sächsische Semmeringbahn ist von Stillegung bedroht, auch die alte Schmalspurbahn Oschatz – Mügeln, der „Wilde Robert“. Pikant ist, dass es der Leipziger Verkehrsverbund ist, der da mit seiner „Leipziger Mehrheit“ abbestellt hat. Wegen der hohen Kosten des City-Tunnels. Ja, was hat das mit der Sächsischen Schweiz zu tun? In der Sächsischen Schweiz lässt gerade einmal ein VVO mit „Dresdner Mehrheit“ die Sebnitztalbahn aushungern. Wohingegen man da in Dresden Waldschlösschenbrücken dreimal plant, Brücken durch staubtrockene Flutrinnen baut, und die neue Straßenbahnlinie 5 ist ja auch eine ordentliche Investition. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich gönne den Leipzigern ihren City-Tunnel und den Dresdnern eine ausgefeilte Waldschlösschen-Brückenplanung, die Brücke ins Ostra-Gehege und die neue Straßenbahn von Johannstadt nach Plauen. Nur, Kinder, so haben wir uns das hier im ländlichen Outback nicht vorgestellt: Mit den immer größeren, strafferen, schlankeren, effizienteren Verwaltungsstrukturen. In denen sich dann diese urbanen Projektmanager tummeln, mit SWOT-Analyse, Powerpoint und so. Flugs bist du da nach Dresden oder Leipzig ein-zentralisiert. Und dann haben die dort die Mehrheit. Und entscheiden dann für dich: Was du da bei dir im ländlichen Raum als nächstes für eine Schule, Arztpraxis, Kindertagesstätte, Sparkassenfiliale, Buslinie oder Eisenbahnstrecke dichtgemacht kriegst. (Wer hat da übrigens gerade „Wanderwege“ gerufen!? - anderes Thema) Darum:
Zur Unterschriftenseite Wilder-Robert-Rettungszug. Ausdrucken,
unterschreiben, hinschicken.
Drei neue Wanderbeschreibungen ...
22.02.2011. Unterwegs auf einer Zahnradbahnstrecke: Berg-Fahrt im Kursbuch-Märchenland ...
Zufällig einmal „Wege Konsens Nationalpark“ gegoogelt Überall werden Nationalparks geplant ...
Nationalpark Eifel: Stellungnahme Wegeplan. — Kommt dem Elbsandstein-Wanderer vielleicht irgendwie bekannt vor ...
Die Rübezahlstiege, so hat Helmut Schulze recherchiert, ist schon über 100 Jahre alt. Das ist eine klitzekleine Sensation, wurde sie doch bisher lediglich auf „vor 1953“ oder „vor 1935“ datiert. Weitere Informationen unten, auf meiner Rübezahlstiegenseite Übrigens: Rübezahlstiege und auch Zwilligsstiege werden gerade von der Nationalparkverwaltung gewartet, wobei auch Eisen getauscht werden. Es kann zeitweilig zu Einschränkungen kommen. Es ist keine Komplett- oder Luxussanierung, die Stiegen bleiben „schwer“ (KS3). Das ist aber kein Rückbau oder Abriss, wie aus der Gerüchteküche verlautet. Da freuen sich die Wanderer und haben natürlich auch Verständnis für zeitweilige Einschränkungen.
Das Hochwasser vom 17. Januar 2011 ist punktgenau glimpflich zu Ende gegangen. Der viele Schnee ist weg, was die Frühjahrshochwassergefahr bannt, und es stand zentimetergenau gerade auf dem Bad Schandauer Markt, er war aber mit Pegel Schöne 7,46 m gerade noch nicht überflutet. Mehr dazu auf meinem Hochwasser-Seiten.
Neujahrserste auf den Großen Winterberg Die Bilder von unserer Neujahrsersten 2011 sind „entwickelt“ und stehen hier:
Zeitscheibe: Vorschlag von Dietmar Schubert In Großem und Kleinem Zschand gilt mittlerweile der Wanderer als flächendeckend unerwünscht. Hier gibt es einen interessanten Kompromissvorschlag zur Regelung der Begehungsrechte von Dietmar Schubert. Das Gebiet Zschand wird in 3 Zonen geteilt, von denen in einem Dreijahresrhythmus je zwei gesperrt und eine erlaubt sind: Vorschlag auf www.webergrotte.de
Böhmsiche Schweiz: Neuauflage wieder lieferbar
Mein Titel Böhmische Schweiz 1:40000 wurde umfassend aktualisiert und neu bearbeitet und ist ab 01.01.2011 wieder erhältlich.
Nationalparkverwaltung Wir hatten hier ein großes Hochwasser und da mache ich ein wenig „Burgfrieden“ mit der Nationalparkverwaltung und habe hier einen Artikel einstweilen auskommentiert. (Steht aber noch im Seitenquelltext)
Die Oktoberboofe im Kleinen Zschand Boofen sind geheimnisvolle Orte, in keiner Karte verzeichnet, Refugien der Draußenseienden mitten in der Natur. Ähnlich Fernblickboofe, Siebenschläferboofe, Jortanboofe oder Bernd-Bahn-Boofe war auch die Oktoberboofe ein solcher Ort. Wie mag die Boofe entstanden sein und aus was für Gründen hat man sie errichtet? Durch einen Zufall kam kürzlich der KV Fernblick mit einem der Erbauer ins Gespräch. Aus dem Gespräch wurde eine Einladung und nun kann man es nachlesen: Die Geschichte der Oktoberboofe.
Kobachkarte von Helmut Schulze entdeckt
Immer wieder einmal geht die Kunde von einer sagenumwobenen Karte aus den 1950er Jahren, der Kobachkarte von den Schrammsteinen und den Partschenhörnern. Unlängst hat mir Helmut Schulze eine CD mit Aufnahmen von der Karte geschickt. Es gibt sie also doch! Maßstab 1:6250 bzw. 1:4853. Kartiert und handgezeichnet von Rudolf Kobach 1955, 1956 und 1960 in insgesamt 4 Blättern. Auch mit kleinsten Pfaden, einem rätselhaften Wildforschungsgebiet und auch mit der Verzeichnung zahlreicher Wandbrände im Weberschluchtgebiet, auf dem Großen Teichstein und am Bösen Horn aus den Jahren 1947 bis 1964. Ich habe die Karte als wertvollen Schatz in meine Kartensammlung aufgenommen, sowie in meine Online-Bibliographie Herzlichen Dank an Helmut Schulze für die Information und die CD.
Bergpfade und andere Wege im Sandstein ist der jüngste Titel des Hallenser Stiegenkenners Axel Mothes: www.stiegenbuchverlag.de.
Deutsche Gesellschaft für Kartographie August Petermanns Spuren in der National Library of Scotland.
Schwarze Kunst Achtung: Neuer Buchstabe! Ein neuer Buchstabe wird nicht jeden Tag geboren. Letztmalig hatten wir das, als vor ein paar hundert Jahren aus dem UU ein W wurde. Auch wenn Schriftliebhaber ein richtiges großes SZ schon eine ganze Weile in Spuren beobachten konnten - am 4. April 2008 ist es unter dem schlichten Codeplatzkürzel 1E9E in den Unicode aufgenommen worden. Damit wird aus einem seltenen typographischen Fundstück ein richtiger Buchstabe, den man wie alle Buchstaben klein - und natürlich auch groß schreiben können - muss.
Das ß wird erwachsen (A. Stötzner)
·
Wie kann ein großes SZ aussehen? (Bauanleitung)
Auch in meinen Karten gibt es eine Weile schon das große SZ ...
Schwarzabriss im Nationalpark
Die Hütte wird erstmalig im Meßtischblatt von 1932 verzeichnet. Vorher soll es in der Nähe eine andere Hütte gegeben haben, in welcher ein Leierkastenmann gewohnt haben soll, dem der Krinitzgrab-Mord zugeschrieben wird. Spätere Geschichten um diese Hütte ranken sich um Förster, Bergsteiger und Grenzer, die hier bis 1961 einen einsamen Posten unterhielten. Das war auch die Zeit, als das Stasi-Ferienheim Zeughaus gebaut wurde. Übrigens von Knackis, die 1953 bei denen in den Kahn gegangen sind. Die Katzsteinhütte wurde, wie soeben gemeldet wurde, von der Nationalparkverwaltung abgerissen. So eine olle Bruchbude weg - so mag man meinen, das ist nicht weiter schlimm. Nur: Es ist nicht die erste weggerissene Waldhütte. Die Thorwaldhütte - weg. Die Knorrehütte - weg. Die Dietrichsgrundhütte - übrigens erst vor ein paar Jahren mit einer wunderschönen Holzschindeldeckung restauriert - auch abgerissen. Kinder, offenbar steckt hier System dahinter. Übrigens nicht nur im Elbsandstein, sondern auch anderswo, z. B. im Nationalpark Harz. Aber das ist ein anderes Thema. Foto: Privat
Mein Reliefdarstellungs-Programm Vimage ... ist in Ausgabe 4.1.278 betafertig (Mai 2010). Über das Programm gab es bereits in den Kartographischen Nachrichten 3/2007 ein Aufsatz von A. Kowanda und R. Schmaltz: Ableitung von anschaulichen Reliefdarstellungen mit dem Bildbearbeitungsprogramm Vimage® auf der Grundlage von SRTM-Daten erschienen. Mehr über Vimage ...
Webcams im Elbsandstein ... Wer schon immer wissen wollte, wie gut die aktuelle Sicht ist, für den gibt es einen neuen Service. Ich bedanke mich beim Elbsandstein-Verlag Dresden und beim Hotel zur Ausicht Hohnstein für das neue Angebot.
|