Die Karte Weberschluchtgebiet 1 : 10 000

Diese Karte ist geheim und darf nicht (in größerer Stückzahl) weitergegeben werden. Diese Seite bitte auch nicht verlinken. Einen Andruck der Karte gibt es auschließlich im neuen Sandsteinfreundebuch von Axel Mothes.

Sandsteinfreundebuch
Das neue Sandsteinfreundebuch mit rund 40 Einzelartikeln auf ca. 240 Seiten wird voraussichtlich im September 2020 erscheinen, Preis 18,00 €.

Nach der Karte der Thorwalder Wände 1:10000 (1981) und dem Kleinen Zschand 1:10000 (1982) war die Karte des Weberschluchtgebietes 1:10000 (1983) meine dritte „richtige“ Karte. 1984 folgte dann noch eine Karte Pohlshorngebiet 1:10000* und 1985 eine kleinere Skizze Raumberggebiet 1:10000 und zuvor hatte ich 1980 bereits eine kleine Skizze Heulenberg 1:5000 (als Geologie-Beleg) gezeichnet. Die Zeichnungen Heulenberg, Thorwalder Wände, Weberschluchtgebiet, Pohlshorngebiet und Raumberggebiet bildeten dann 1991 die Grundlage meines Kartentitels „Großer Zschand 1:10000“. Der Kleine Zschand 1:10000 hingegen ist ein selbständiger Kartentitel geworden.

Karte Weberschluchtgebiet 1:10000, Zeichnung 1:5000. Örtliche Kartierung mit Quartier in Jortan-Boofe (diese entdeckt am 08.08.1983), 07.08.-12.08., 02.09./03.09. und 24.09.1983. Örtlicher Aufwand 55 Stunden (Kartierung) + 4 Stunden (Höhenbestimmung Auerhahnsteig**) = 59 Stunden.

Da haben wir das gute Stück:

Karte Weberschluchtgebiet 1:5000

Karte Weberschluchtgebiet standardgroß (50 %)
Karte Weberschluchtgebiet volle Auflösung (100 %)

Die Weberschluchtkarte hat abenteuerliche Geschichte. Im Sommer 1983 kartiert habe ich sie dann 1983/84 reingezeichnet. Die Weberschluchtkarte ist noch etwas detaillierter als meine anderen Karten, was bei dem fein gegliederten Gelände der Partschenhörner ja auch angemessen ist.

Anders als Thorwalder Wände und Kleiner Zschand, die ich als mehrfarbige farbvereinte Halbtonvorlage angelegt hatte (sog. „Kartengemälde“), war die Weberschluchtkarte eine Strichzeichnung überwiegend in schwarzer Tusche. Nur geringe Anteile wurden in anderen Farben angelegt (Höhenlinien+teilweise Felsen braun, Gewässer blau, Waldgrenze+Forstabteilungsnummern grün). Es gibt also keine Schummerung und keinen hellgrünen Waldton. Damit war die Karte sehr gut für eine Vervielfältigung mit Kamera geeignet.

Von der Reinzeichnung hatte ich dann mit meiner Pentacon SixTL über Rollfilm-Negative 6×6 Papierbild-Vergrößerungen hergestellt – denn Karten drucken war in der DDR verboten. Allerdings gab es 1988 eine gewisse Lockerung der „Geo-Kart-Sicherheitsanordnung“, genaue Karten durften nun gedruckt werden. Allerdings ging das nicht privat, man musste einen VEB (Staatsbetrieb) als Herausgeber gewinnen. Ich also hin zum VEB Tourist-Verlag Berlin, die Kollegen waren interessiert, und so habe ich die Reinzeichnung dort gelassen, um sie professionell reproduzieren zu lassen.

Dann kam aber die Wende und in den Wendewirren ist die Reinzeichnung, in der viele hundert Stunden Arbeit steckten – leider verloren gegangen. Das ist eine traurige Geschichte. Der Chefredakteur Claus-Peter-Woite hat nach ein paar Jahren zwar noch einmal nach dem wertvollen Original gefahndet – leider vergeblich. So verbinde ich mit der Karte die Vorstellung, dass sie bei der „Abwicklung“ des Tourist-Verlages (spätestens zum 31.12.1994) in einem der zahlreichen Treuhand-Schuttcontainer, in denen damals fast die ganze DDR „entsorgt wurde“ auf irgendeiner Berliner Müllhalde gelandet ist.

Allerdings habe ich ja noch die 6×6-Negative. Klar, bissl unscharf und nur Schwarzweiß. Alles Wesentliche ist aber erkennbar. Im Jahr 2018 war Frank Richter so freundlich, ein Negativ mit seinem hochwertigen Scanner in 1a-Auflösung zu scannen. So kann ich die Karte hier nun vorstellen. Ich bedanke mich herzlich bei Frank Richter für den Scan. Das hellgraue Gauß-Krüger-Gitternetz wurde nach dem Scan digital eingepasst.

Bitte beachten: So eine richtige Veröffentlichung ist das nicht. Diese Seite ist eine verborgene Seite, die nicht weitergegeben werden darf und die auch nicht verlinkt werden darf.

 

* Diese Karte ist auszugsweise auf der 3. Umschlagsseite des Berichtsbandes VII des Arbeitskreises Sächsische Schweiz (Pirna 1991) gedruckt worden.

** Die Höhe Auerhahnsteig habe ich zusammen mit Gabi Petzschmann am 24.09.1983 mit Neigungsmesser und Bandmaß auf 443,9 m ü NN eingemessen (=Höhenpunkt Karte 444). Später sind die Höhen 442,4 m (TK10) bzw. 442,3 m (DGM1) bekannt geworden – also lediglich 1,50 m Fehler – das ist in dem schwierigen Gelände doch recht ordentlich.


17.07.2020 Initial

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