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Haupt- und Fernwege durch die Sächsische Schweiz
Der Saarschlesische Wanderweg (Wanderweg Saar – Schlesien)
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Für Historio-Wanderer Vorläufer des blauen Striches. Vor Sebnitz und zwischen Schrammsteinbaude und Tiefem Grund mit davon abweichender Wegführung. Wird gern mit der Kammweglinie vor 1945 verwechselt, was aber falsch ist. Der Kammweg ging früher durchs Böhmische, der Saarschlesische Wanderweg durchquert hingegen schon immer den Elbsandstein auf deutscher Seite. Verlauf:
Variante I, aus meinem Wegkartenheft, das ich auf 1929 schätze: Niedereinsiedel - Sebnitz - Tanzplan - Diebsstraße - Wachberg - Hinterhermsdorf - Obere Schleuse - Großer Winterberg - Schrammsteinbaude - Postelwitz - Bad Schandau - Lachsbachtal - Tiefer Grund - Brand - Hohnstein - Rathen - Lilienstein - Königstein - Bielatal - Rosenthaler Straße - Markersbach - Augustusberg. Weiter ins Osterzgebirge führend. Variante II, mitgeteilt von Ernst Tauer, Sebnitz, Stand 1936: Neustadt - Unger - Gerstenberg - Sebnitz - Ottendorf - Großstein - Felsenmühle - Heringsloch - Großer Winterberg - Gratweg - Zahnsgrund - Postelwitz - Bad Schandau - Wendischfähre - Prossen - Lilienstein - Königstein - Bielatal ... Eine sehr interessante Weglinie, in der die beiden großen Schlenker der Variante I, (der „Hohburkersdorf-Schlenker“ und der „Obere Schleuse-Schlenker“), begradigt worden sind. Dies scheint sich allerdings (Variante III, s. u.) nicht durchgesetzt zu haben. Bemerkenswert ist auch, dass hier die (Tschechland umgehende) Sebnitz-Unger-Neustadt-Hohwald-Linie bereits vor 1945 nachweisbar ist. Variante III, aus meinem Wegkartenheft, dass ich (auf Grund der Eintragung des NSG Bastei) auf 1938 schätze, eine weitere Quelle ist das Messtischblatt von 1944 *): Von Neustadt bis Sebnitz wie Variante II, ab Sebnitz über den Meicheweg zum Wachberg, dann weiter wie Variante I. Es ist dies zugleich der bis heute existierende blaue Strich. Variante II hat sich also offenbar nicht völlig durchgesetzt. *): Messtischblatt Großschönau zeigt noch die (tschechische) Diebsstraßenlinie, Nachbarblatt Sebnitz aber schon den (deutschen) Meicheweg. Offenbar eine kleine redaktionelle Unstimmigkeit bei der Randanpassung beim Reichsamt für Landesaufnahme. Als Gesamtlinie des Saarschlesischen wird 1936 überliefert: Saarbrücken - Trier - Hunsrück - Bacherach - Rhein - Taunus - Vogelsberg - Rhön - Thüringerwald - Frankenwald - Fichtelgebirge - Vogtland - Erzgebirge - Sächsische Schweiz - Lausitzer Gebirge - Isergebirge - Riesengebirge - Waldenburger Bergland - Eulengebirge - Glatzer Gebirge - Neiße - Ziegenhals - Neustadt in Schlesien - Heydebrek - St.-Anna-Berg.
Geschichte:
Ein recht früher markierter Wanderweg, nach Dietmar Eichhorn
mit blauem Andreaskreuz
Nach 1945 war die offizielle Bezeichnung
„Deutscher West-Ost-Wanderweg Saar – Schlesien“ nicht mehr opportun.
Die Markierung blaues
Andreaskreuz wurde aber beibehalten, so dass der Weg
in Insiderkreisen als „der Saarschlesische“ fortleben konnte.
Etwa 1982 erfolgte (Quelle Dietmar Eichhorn) eine fundamentale Wegemarkenbereinigung
im Zuge einer grenzübergreifenden tschechisch - polnisch - ostdeutschen
Wegemarkenharmonisierung. Dabei ist das blaue Andreaskreuz
durch den blauen Balken ersetzt worden. So wurde unser Weg allmählich zu dem
blauen Hauptwanderweg.
In Franken hat sich der Wanderweg Saar – Schlesien bis heute erhalten.
Er führt dort z. B. durch Coburg, Mitwitz, Hohe Warte, Selb, Rehau und ist dort auch
stilecht mit der Wegemarke
Träger: Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz. Wegemarke:
Signatur Böhm-Wanderkarten:
Altweg ohne Geländemarkierung, daher auch keine Kartendarstellung. Ähnlich, wie die alten Wegemeister trauere ich
aber der im Elbsandstein verschwundenen Wegmarkierung nach. Als kleines Andenken findet sich hier und dort noch ein
einsames Wikipedia: Kein Eintrag. Webseite: Kein Eintrag.
Quellen:
Wegekartenheft. Gebirgsverein für die Sächs. Schweiz (um 1929).
Hier die alte Beschreibung aus dem Jahr 1936. Ich bedanke mich herzlich bei Ernst Tauer, Sebnitz und Dietmar Eichhorn, Leutersdorf für die übermittelten Informationen zur Geschichte des Weges. Durchsicht 12.02.2012 |