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Haupt- und Fernwege durch die Sächsische Schweiz Der Fremdenweg
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Für den Wanderer über dem Nebelmeer Der Fremdenweg ist der Erste Wanderweg der Sächsisch-Böhmischen Schweiz, und das in doppeltem Sinne. Es ist dies die älteste touristische Route. Und er ist eine der ganz großen Routen des Fremdenverkehrs - überhaupt:
Der Weg wurde niemals offiziell ausgewiesen oder benannt. Es gibt auch keine alten Karten des Fremdenweges. Seine Geschichte lässt sich aber aus der Reiseliteratur und aus alten topographischen Karten recht exakt rekonstruieren und dabei ergibt sich eine sicher nachgewiesene, viel begangene Haupt-Wegroute. Natürlich hinterlässt die Geschichte so ihre Gebrauchsspuren. Es gibt zahlreiche kleine Verästelungen. Es gibt mittlerweile eine dicke Asphalttragschicht auf vielen der uralten Straßen. Teilstücke gehen durch heute unwegsame Nationalpark-Kernzone. Und dann geht die Linie auch noch über die grüne Grenze zum Prebischtor. Das sehen die Tschechen nicht gern. Darum gibt es heute den Malerweg. Datierung: Erwin Hartsch datiert in seiner Dissertation die Entstehung des Fremdenverkehrs in der Sächsischen Schweiz auf die „2. Hälfte des letzten Jahrzehnts des 18. Jahrhunderts“. Nehmen wir also das Jahr 1795 als Entstehungsjahr. Rekonstruktion: Matthias Krell – Der Maler- oder Fremdenweg. Historische Route der Erschließer der Sächsischen Schweiz. Sehr detaillierte Rekonstruktion in 20 Wegabschnitten. Bad Schandau 1998, durchgesehen 2011. — Maler- oder Fremdenweg? Krell bezeichnet die hier Fremdenweg genannte Weglinie als „Malerweg“. Seine „Fremdenweg“ genannte Route ist hingegen ein Vorschlag für eine Replik des Weges, der einen Malerweg-Vorschlag von Frank Richter (sen.) der 1990er Jahre aufgreift und letztendlich mit dem Dichter-Musiker-Malerweg und dem Malerweg ausgeführt worden ist. Verlauf:
Pillnitz - Graupa - Liebethaler Grund - Lohmen - Uttewalder Grund - Wehlen - Rathen - Hohnstein - Tiefer Grund - Lachsbachtal - Bad Schandau - Kirnitzschtal - Lichtenhainer Wasserfall - Kuhstall - Kleiner und Großer Winterberg - Prebischtor - Herrnskretschen. Weiterhin wird oft ein Abstecher Königstein - Lilienstein in der Literatur genannt. Geschichte: Erwin Hartsch datiert in seiner Dissertation die Entstehung des Fremdenverkehrs in der Sächsischen Schweiz auf die „2. Hälfte des letzten Jahrzehnts des 18. Jahrhunderts“. Nehmen wir also das Jahr 1795 als Entstehungsjahr. Mit Aufkommen Elbschifffahrt und Eisenbahn allmählich abnehmende Bedeutung. Der Name „Fremdenweg“ selbst ist in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts üblich geworden.
Wegemarke: Eine Markierung des Weges hat es nie gegeben. Im Gegenteil, im 19. Jahrhundert waren die Schweiz- oder Fremdenführer sehr darauf bedacht, dass es für die Fremden nicht zu viel Orientierung in der Landschaft gibt. Signatur Böhm-Wanderkarten: Eine Signatur gibt es nicht. Da sich der Wegname aber über die Jahrhunderte als Flurname eingebürgert hat, ist der Weg vielerorts in der Karte als „Fremdenweg“ beschriftet. So steht es dann auch auf den Wegweisern. Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Fremdenweg Weblinks:
www.wegegehen.de
Reiseberichte:
Engelhard und Veith: Mahlerische Wanderungen durch Sachsen von Engelhard und
Veith. Leipzig bey Voss und Kompagnie 1794. Reprint Dresden: Rölke 2008.
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