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Haupt- und Fernwege durch die Sächsische Schweiz Der Bergwanderweg Eisenach – Budapest (EB-Weg)
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Für den Kult-Wanderer Dieser Weg erinnert mich an das alte König-Friedrich-August-I.-Denkmal, das zu Ost-Zeiten in Dresden immer rechts vor dem Japanischen Palais herumgestanden hat. Keine leichte Zeit für den sächsischen König, wurden da doch so alte Denkmäler eher eingeschmolzen. Der alte August hatte aber eine Freundin, die hinter ihm stand: eine riesige Trauerweide. Die wuchs über ihn hinweg, ließ ihre vielen Zweige über ihn herabfallen – und hat ihn so vor den Blicken der Bilderstürmer geschützt. Heute hat der alte internationale Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach - Budapest etwas von einer derartigen, ihn außerhalb der Zeit stellenden Patina. Das Eisenach-E hat sich ja nur dadurch in den Namen des Weges geschlichen, weil der Weg in Eisenach wegen der deutschen Mauer zu Ende war. Dennoch hat der Weg dem Mauerfall bis heute widerstanden.
EB ist mittlerweile Kult. Auch wenn der Weg offiziell nicht mehr durchgehend gepflegt wird, nach wie vor gibt es
Stempelstellen, eine Internetseite, ja er ist sogar in einigen tschechischen Karten
wiederzufinden. Hier und da gibt es noch einige der alten Wegmarken. Und wenn man sich die genau ansieht, bemerkt
man, dass es da noch einige Wegewarte geben muss, die so manche alte
Der offizielle Nachfolgeweg ist der Europäische Fernwanderweg E3 mit identischer Linienführung, aber viel weniger „Seele“. Verlauf:
Durch die Sächsische Schweiz aus dem Osterzgebirge kommend auf
der Linie blauer Strich
Länge: Gesamtlänge 2960 Kilometer. Immerhin 120 Tagesetappen à 25 km. Geschichte: Nach Vorarbeiten (auf DDR-Seite durch den Kulturbund ab 1980) als internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach - Budapest am 29.05.1983 eröffnet.
Wegemarke:
Mit dieser Marke ist der Weg offiziell nicht mehr durchgängig markiert,
es gibt aber nach wie vor einige Altmarken. Die heutige durchgängige
Grundmarkierung in der Sächsischen Schweiz ist (vom Bergsteig Schmilka abgesehen)
Signatur Böhm-Wanderkarten:
Weil der Weg in der Sächsischen Schweiz nicht durchgängig ausmarkiert ist, wird auch das Zeichen
grundsätzlich nicht in der Karte dargestellt. Man halte sich statt dessen an den
In meinen 2012er Aktualisierungen der „Großen Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000“ gibt es wieder ein paar EB-Zeichen mehr. Hoffentlich stifte ich damit keine Verwirrung.
Webseite: http://eb.stadtigel.de/ Weblinks:
www.fernwege.de
PS: Inzwischen wurde das König-August-I.-Denkmal wieder auf den Dresdener Schlossplatz umgesetzt. Am 29. Mai 2008 wurde es am neuen Standort eingeweiht – taggenau am 25. Jubiläum der Eröffnung des EB-Weges.
13.03.2011 – Zeitungsartikel von Hartmut Landgraf in der Sächsischen Zeitung Pirna vom 03.03.2011: Eisenach – Budapest gerät zu Unrecht in Vergessenheit. 29.04.2011 – Dieser Zeitungsaufsatz, war mir Anlass einige Vorlagen des EB-Wegezeichens nachzugestalten und zum Download bereitzustellen. 26.05.2011 – Testwanderung über 53 km von Lauenstein bis zum Lilienstein gemeinsam mit SZ-Redakteur Hartmut Landgraf. Bericht in der Sächsischen Zeitung vom 28./29.05.2011 16.07.2011 – Es gibt Überlegungen von Bürgermeister und Kreiswegemeister, die EB-Route im Bereich Bielatalstraße von der Asphaltstraße weg auf attraktivere Wege zu verlegen. (Kurzbericht von Harald Landgraf in der Sächsischen Zeitung vom 16./17.07.2011.) 03.04.2012 – EB-Weg wieder hie und da in Böhm-Wanderkarten. |