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Haupt- und Fernwege durch die Sächsische Schweiz

Der Fernwanderweg Eisenach – Budapest (EB-Weg)

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EB-Weg am Ben Nevis

Für den Kult-Wanderer

Dieser Weg erinnert mich an das alte König-Friedrich-August-I.-Denkmal, das zu Ost-Zeiten in Dresden immer rechts vor dem Japanischen Palais herumgestanden hat. Keine leichte Zeit für den sächsischen König, wurden da doch so alte Denkmäler eher eingeschmolzen. Der alte August hatte aber eine Freundin, die hinter ihm stand: eine riesige Trauerweide. Die wuchs über ihn hinweg, ließ ihre vielen Zweige über ihn herabfallen – und hat ihn so vor den Blicken der Bilderstürmer geschützt.

Heute hat der alte internationale Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach – Budapest etwas von einer derartigen, ihn außerhalb der Zeit stellenden Patina. EB ist mittlerweile Kult. Dass der Weg offiziell nicht mehr durchgehend gepflegt wird, macht nichts, denn er ist „gut angewachsen“. Es gibt Stempelstellen, eine Internetseite, er ist in Karten eingetragen (auch in Tschechien) und es gibt nach wie vor viele Wegemarken, die den Weg seit Jahrzehnten in der Örtlichkeit kennzeichnen. Wenn man sich die genau ansieht, bemerkt man, dass es auch noch einige Wegewarte geben muss, die das alte -Zeichen pflegen und erhalten. Was aber das Wichtigste für einen Wanderweg ist: Es gibt Menschen, die den Weg kennen und auf seiner Route wandern.

Der offizielle Nachfolgeweg ist der Europäische Fernwanderweg E3 mit identischer Linienführung, aber viel weniger „Seele“.

Verlauf:

Karte EB-Weg

Durch die Sächsische Schweiz aus dem Osterzgebirge kommend auf der Linie blauer Strich bis Schrammsteine – Roßsteig – Großer Winterberg. Dann aber Bergsteig – Schmilka – Grenzübergang. — In Tschechien als weiterführend ausmarkiert. Weiter über Prebischtor – Paulinengrund – Kaltenberg – (Achtung unter dem Tannenberg etwa 1 km ) – Lausche – Hochwald – Jeschken, bis hinter Liberec. Dann wechselnde Farben.

Länge: Gesamtlänge 2960 Kilometer. Immerhin 120 Tagesetappen à 25 km.

Geschichte: Nach Vorarbeiten (auf DDR-Seite durch den Kulturbund ab 1980) als internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach – Budapest am 29.05.1983 eröffnet.


Wegemarke:

Mit dieser Marke ist der Weg offiziell nicht mehr durchgängig markiert, es gibt aber nach wie vor viele Altmarken und auch Neumarkierungen. Die heutige durchgängige Grundmarkierung in der Sächsischen Schweiz ist (vom Bergsteig Schmilka abgesehen) .

Signatur Böhm-Wanderkarten: Weil der Weg in der Sächsischen Schweiz nicht durchgängig ausmarkiert ist, wird auch das Zeichen nicht durchgehend in der Karte dargestellt, es gibt nur ein paar „episodische“ Parallel- (oft dort, wo es auch in der Natur das EB-Zeichen gibt.) Man halte sich statt dessen besser an den .

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Bergwanderweg_der_Freundschaft_Eisenach%E2%80%93Budapest

Webseite: http://eb.stadtigel.de/

Weblinks:

www.fernwege.de
www.weitwanderungen.de
Der EB-Weg auf Erlebnisland-Erzgebirge
Im Erzgebirge wird der EB nach wie vor fleißig gewartet
Physioterrorist auf dem EB-Weg


13.03.2011 – Zeitungsartikel von Hartmut Landgraf in der Sächsischen Zeitung Pirna vom 03.03.2011: Eisenach – Budapest gerät zu Unrecht in Vergessenheit.

29.04.2011 – Dieser Zeitungsaufsatz, war mir Anlass einige Vorlagen des EB-Wegezeichens nachzugestalten und zum Download bereitzustellen.

26.05.2011 – Testwanderung über 53 km von Lauenstein bis zum Lilienstein gemeinsam mit SZ-Redakteur Hartmut Landgraf. Bericht in der Sächsischen Zeitung vom 28./29.05.2011

16.07.2011 – Es gibt Überlegungen von Bürgermeister und Kreiswegemeister, die EB-Route im Bereich Bielatalstraße von der Asphaltstraße weg auf attraktivere Wege zu verlegen. (Kurzbericht von Harald Landgraf in der Sächsischen Zeitung vom 16./17.07.2011.)

03.04.2012 – EB-Weg wieder hie und da in Böhm-Wanderkarten.

24.04.2013 – Durchsicht.

22.05.2018 – 20:45 MDR: Zu Fuß von Eisenach nach Budapest. Ein Film von Patricia Klieme über Ulli Noske und Annegret Unger, die 2017 „den EB gemacht haben“. Ich konnte endlich einmal „die EB-Macher“ Wolfram Scheibe, Rolf Damm und Bert Winkler (per Fernsehbild) kennenlernen, und es gab viele bewegende Bilder, u. a. von schönen alten Wanderkarten aus Ost-Zeiten oder dem Praděd im Altvater. Und, man lernt nie aus: Mir war neu, dass es auch in Ungarn das „baltische“ Wegmarkensystem, u. a. mit dem blauen Balken gibt.

29.05.2018 – Den Weg gibt es mittlerweile seit 35 Jahren – herzlichen Glückwunsch!


PS: Inzwischen wurde das König-August-I.-Denkmal wieder auf den Dresdener Schlossplatz umgesetzt. Am 29. Mai 2008 wurde es am neuen Standort eingeweiht – taggenau am 25. Jubiläum der Eröffnung des EB-Weges.

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