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3. Bahnhofsfest in Lohsdorf 2011
Bahnhof Lohsdorf nach 60 Jahren Dornröschenschlaf wiedererrichtet
Am 27. Mai 1951 fuhr der letzte Planzug auf der alten Schmalspurbahn Kohlmühle – Hohnstein. Dann wurden die Gleise abgebaut, im September 1951 war die Demontage beendet. Es muss also im August 1951 gewesen sein, als seinerzeit die Gleise in Lohsdorf abgebaut worden sind. Die alte Strecke fiel in einen über 50 Jahre währenden Dornröschenschlaf. Der Märchenprinz ist in unserem Fall der Schwarzbachbahn. e. V. 2006 wurden die ersten Gleise incl. Weiche I wiederverlegt, 2006/2007 Weiche II, 2008 erfolgte der Lückenschluss über die alte LPG-Halle. „Zunächst gilt es aber noch Weiche III zu verlegen und den Bahnübergang über die Straße in Lohsdorf zu bauen.“ hatte ich seinerzeit 2008, nach dem zweiten Lohsdorfer Bahnhofsfest geschrieben. Es hat ein bißchen gedauert, aber nun ist mit dem 4. Bauabschnitt *) der Bahnhof Lohsdorf in seiner alten Schönheit wiedererstanden. Also nichts wie hin zum 3. Bahnhofsfest, zu dem der Schwarzbachbahn e. V. am 27./28.08.2011 eingeladen hatte. Bahnhofseinweihung. Und – erstmalig gab es Zugfahrten auf dem kleinen romantischen Bahnhof im Schwarzbachtal. Fast taggenau 60 Jahre nach dem Abbau. .
Da sieht man schon die neue Weiche III, den neuen Bahnübergang und 200 Meter Gleis ...
Nicht Wanderer über dem Nebelmeer, sondern Heizer vor der Lok ...
Zugbegleiter ...
Zugführer und Rangierer ...
Alles strömt zur Bahn ...
Einfahrt Lohsdorf ...
Ausfahrt ...
Es geht über den Bahnübergang ein kleines Stück in Richtung Ehrenberg. Auf der Lok übrigens Uwe Jachmann, der auch die 52 8080-5 vom OSEF-Adentssonderzug gefahren hat. Ein wunderbares Bahnhofsfest. Fast 4000 Besucher waren da, die fernste Besucherin kam aus London, den kürzesten Anreiseweg hatte die Wirtin des Landgasthauses zum Schwarzbachtal. Am Sonnabend gab es 29 Zugfahrten, am Sonntag 38, dazu einige Betriebsfahrten. Wann gab sonst schon einmal so viele Fahrgäste in Lohsdorf? Wenn man die Probefahrt am Freitag, einige Rangierfahrten und die 6 Wasserholfahrten dazurechnet, kommen wir auf ungefähr 28,8 gefahrene Zugkilometer. Das ging nicht ohne Spuren an dem Weichenherzstück vorbei. Sonntag abend ist es fachgerecht entrostet ...
Der Schwarzbachbahn e. V. bedankt sich herzlich bei der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft Zittau für die wunderbar rekonstruierte Lok Nr. 145 (die alte 99 555) und den Personenwagen, die beide leihweise zur Verfügung gestellt wurden. Der Verein ist nun hochmotiviert, die Strecke weiterzubauen. Vielleicht gibt es 2012 schon das vierte Bahnhofsfest? Und dann liegen vielleicht schon Gleise im Schwarzbachtal? Lassen wir uns überraschen. Vielleicht. Übrigens: Auf der 3. Auflage meiner Brand-Hohnstein-Karte ist das neue Gleis schon eingetragen:
Sonst noch was? Sonnabend kamen ein paar Regentropfen herunter. Hier ein mustergültiges Beispiel der fachgerechten Sicherung eines Bahnüberganges in einer Vb-Wetterlage ...
*) Verlegung von Weiche III und Wiedererrichtung des
Bahnübergang gelten allgemein als 3. Bauabschnitt, das
ist allerdings nicht ganz richtig. Wie nach Redaktionsschluss bemerkt wurde, war
es Bauabschnitt 4, wie folgende
Cross-Reference-Tabelle zeigt:
29.08.2011, 01.09.2011 |