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Wege in Böhmwanderkarten ...

Rückeschneise

7. Klasse A

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Rückeschneise (50). Bild: Thomas Türpe Bild: Thomas Türpe

Fahrspuren ohne jegliche Befestigung im Gelände, typisch 2,50 … 3,00 m breit

Die Rückeschneise als gesondertes Wegeobjekt aufzunehmen, hat sich erst in den letzten Jahren eingebürgert. Dabei hat es sich als sinnvoll erwiesen, die Signatur als Klasse 7 A zwischen dem Waldweg 6 B und dem Fußweg 7 B einzuordnen. Die grundsätzliche Darstellung mit Fußwegsignatur (s. u.) führt zu einem stimmigen Kartenbild („nicht befahrbar“). Darum auch Abkürzung nicht mit „FW+“, sondern mit „RS“: Rückeschneisen sind keine besonders gut begehbaren Fußwege, sondern ausgesprochen schlecht (praktisch gar nicht mehr) befahrbare Fahrwege. Sie weisen oft sehr tiefe Fahrspuren auf und können sehr schlammig sein. Auch tief eingeschnittene/verschlammte Abschnitte anderer Wege können bei Nichtmehrbefahrbarkeit als Rückeschneise kartiert werden.

Beim Kartenlesen kann man Rückeschneisen von Fußwegen dadurch unterscheiden, dass diese oft nur kurze Sackgassen sind, während jene länger durchgehende Weglinien bilden. Beide Wegursachen führen zu völlig anderen Wegenetzbildern.

Kartensignatur

Die Rückeschneise ist lediglich eine Halbklasse zur Feindifferenzierung in den Feldbüchern. In der Karte wird die Klasse grundsätzlich als gewöhnlicher Fußweg – kurz gestrichelt – dargestellt:
Rückeschneise (50)

Lediglich aus akademischen Gründen haben wir eine mittellang gestrichelte Kartensignatur „Weggewicht 50“ entworfen. Diese für Rückeschneisen einzusetzen, wäre irreführend, ein episodischer Einsatz für Wanderwege in Übergangsbereich Fußweg zu Feldweg (dann tatsächlich ein „FW+“) kann hingegen in seltenen Zwischenfällen dem Kartenbild nützen:
Rückeschneise (50)

  Weggewicht:                   50
  Abkürzung:                    RS
  Befahrbarkeit mit Kfz:        — (Den Rücketraktor hier mal nicht als Kfz. ansehen)
  Erreichbare Geschwindigkeit:  —
  

Entspricht in anderen Kartenwerken:

  Schweizer Landestopographie:  ?
  Messtischblatt:               Rückeschneisen hat es damals noch nicht gegeben
  Topographische Karte GeoSN:   ?
  Openstreetmap:                ?
  

Es ist ein wenig unklar, wie andere Kartenautoren mit dem Phänomen der Rückeschneisen umgehen. Es gibt eine gewisse Tendenz, diese überhaupt nicht darzustellen. Dann kann es aber passieren, dass ein paar kleine Wanderwege in einem völlig chaotisch von Rückeschneisen durchackerten Wald in der Karte überhaupt nicht mehr identifiziert werden können. Auch wenn Rückeschneisen einer Bewanderung grundsätzlich feindlich gegenüberstehen, so haben sie doch eine gewisse Orientierungsfunktion. Man muss zusehen, dass das Kartenbild stimmig ist.


Wegbilder

Rückeschneise (50). Bild: Thomas Türpe Bild: Thomas Türpe
Rückeschneise im Brandgebiet. Sieht schon fast wieder schön aus. Oftmals vom Wanderer bemeckert, am ärgerlichsten sind solche Löcher aber für die Maschinisten selbst, denn die machen die Schneisen ja nicht, weil es so schön ist, mal richtig ordentlich durchs Gelände zu gurken, sonden, weil dort Tonnage drüber muss.

Rückeschneise (50). Bild: Thomas Türpe Bild: Thomas Türpe
Klettergipfelzugang im Nationalpark: Also langsam ist aber auch mal gut mit der immer oppulenter werdenden Ausrüstung der Bergsteiger. Was wir früher im Rucksack zum Gipfel getragen haben, fahren die heutzutage mit schwerer Technik an den Einstieg. Da braucht man sich ja nicht zu wundern, dass das der Nationalparkverwaltung dann irgendwann mal reicht.

Fußweg (40)
Recht sauber gefahrene, gut bewanderbare Rückeschneise (Schrammsteingebiet, Nähe Wildwiese)

Rückeschneise (50)
Links ein Zeichenbaum: Hier hat der Förster die Rückeschneise so beauftragt, dass sie einen alten, fast untergegangenen Wirtschaftsweg wiederauffährt und so hilft, das Wegenetz zu bewahren (Schrammsteingebiet, Nähe Wildwiese)

Rückeschneise (50)
„Wilde“, „neue“ Rückeschneise im Wildensteiner Wald

Ich bedanke mich herzlich bei Thomas Türpe für die schönen Rückeschneisenbilder.

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