Canters Low-error Projection mit 8 Koeffizienten Nr. 2 (Canters W14)
Low-error polyconic projection with twofold symmetry, equally spaced parallels
and a correct ratio of the axes.
Der klassische Canters
Dieses Netz bewertet der Netzentwurfs-Kritiker mit: „Gib mir Worte zu schwärmen“ *
Der klassische Canters W14 im Großbildmaßstab 1:200.000.000 (etwa 500 kByte)
Ein Netz nicht nur mit
sehr geringen Verzerrungen, sondern auch von wunderbarer Eleganz.
Weil der W14 auch der bekannteste Low-error von Canters ist,
er oft auch als Canters Low error polyconic schlechthin bezeichnet.
[Canters (2002), p. 198f., Tab. 5.7, Fig. 5.17]
[2. Unterabschnitt: Pseudozylinder]
[2nd subsection: Pseudocylindric Projections]
Immer dann, wenn zonale Erscheinungen, wie z. B. Klima- oder Vegetationszonen abzubilden sind,
sollten die Breitenkreise nicht gekrümmt, sondern gerade sein. Canters stellt 4 derartige Netze mit jeweils optimierten
Verzerrungen vor. Vgl. hierzu auch die Seite Pseudozylindrische Netze
Canters Low-error Projection mit 6 Koeffizienten Nr. 1 (Pseudocylindrical I oder Canters W15)
Low-error pseudocylindrical projection with twofold symmetry
[Canters (2002), p. 200f., Tab. 5.8, Fig. 5.18, Evenden (2005) 5.2.44]
Canters Low-error Projection mit 6 Koeffizienten Nr. 2 (Pseudocylindrical II oder Canters W16)
Low-error pseudocylindrical projection with twofold symmetry
and a pole line half the langth of the equator
Pollinie in halber Äquatorlänge
[Canters (2002) p. 200ff., Tab. 5.9, Fig. 5.19, Evenden (2005) 5.2.44]
Canters Low-error Projection mit 6 Koeffizienten Nr. 3 (Pseudocylindrical III oder Canters W17)
Low-error pseudocylindrical projection with twofold symmetry
and a correct ratio of the axes
Korrekte Verhältnis Äquator zu Mittelmeridian.
[Canters (2002) p. 203f., Tab. 5.10, Fig. 5.20, Evenden (2005) 5.2.44]
Canters Low-error Projection mit 6 Koeffizienten Nr. 4 (Pseudocylindrical IV oder Canters W19)
Low-error pointed-polar pseudocylindrical projection with twofold symmetry
and a correct ration of the axes
Die Formel enthält einen Koeffizienten 0.3385, der sich mitunter als -0.3385 implementiert findet
und dann folgendes Bild erzeugt. There is a 0.3385 coefficient in the original formula but Evendens
graticule is given with -0.3385:
[Canters (2002) p. 203f., Tab. 5.10, Fig. 5.20, Evenden (2005) 5.2.44]
[3. Unterabschnitt: Polykonische Projektion mit Pol als Punkt]
[3rd subsection: Polyconicals with Pole as Point]
Während die bisherigen Projektionen (außer dem Canters W19) Pollinien aufwiesen, soll
nun ein Netz mit dem Pol als Punkt entwickelt werden. Ein Pseudozylinder (wie der Canters W19) würde mit seinen
geraden Parallelkreisen eine starke Schiefschnittigkeit in höheren Breiten bewirken. Aus diesem
Grund baut Canters hier auf einem van der Grinten-Entwurf auf ...
Canters Low-error Projection mit 8 Koeffizienten Nr. 3 (Canters W18)
Low-error pointed-polar polyconic projection with twofold symmetry
equally spaced parallels a correct ration of the axes
[Canters (2002) p. 205f., Tab. 5.11, Fig. 5.2]
[4. Unterabschnitt: Schiefe Lagen]
[4th subsection: Oblique Projections]
Eine andere Möglichkeit, Verzerrungen der Kontinente zu mildern besteht darin,
schiefe Erdlagen zu nutzen. Hierbei wird die Erde in sich selbst so verdreht, dass die
Landmasse in Kartengebieten mit geringeren Verzerrungen abgebildet wird.
Canters Low-error Projection mit 8 Koeffizienten Nr. 4 (Canters W20)
Low-error simple oblique polyconic projection
with pointed meta-pole and constand scale along the axes.
Hier zunächst das Netz in normaler Lage. Normal aspect:
Nun das Kartenbild mit sphärischer Verdrehung der Erdoberfläche. Oblique aspect:
Allgemeine Optimierung der Landflächen ohne Antarktis. Weil sich der größte Teil der Landmasse auf der Nordhalbkugel befindet, ist der Süden
weniger optimal abgebildet, was letztendlich zu der Spaltung Südafrikas führt.
[Canters (2002) p. 209f., Tab. 5.13, Fig. 5.24]
Canters Low-error Projection mit 8 Koeffizienten Nr. 5 (Canters W21)
Low-error simple oblique polyconic projection
with pointed meta-pole and constand scale along the axes, centered at 45°N, 20°E.
Die geteilte Afrika-Spitze wird vermieden, indem man den Nordpol etwas weiter oben anordnet
und erneut optimiert.
Hier wieder das Netz zunächst in normaler Lage:
Nun das entgültige Kartenbild mit der sphärischen Verdrehung der Erdoberfläche:
[Canters (2002) p. 211f., Tab. 5.14, Fig. 5.25]
Canters Low-error Projection mit 8 Koeffizienten Nr. 6 (Canters W23)
Low-error plagal aspect polyconic projection
with pointed meta-pole (30°N, 140°W), geographical North Pole at meta-longitude
of 30°, and constant scale along the axes.
Schließlich soll auch Antarktika in die Optimierung einbezogen werden. Dies gelingt
nur, wenn der Nordpol aus der Zentrallage in eine sog. plagale Lage transsformiert wird.
Normale Lage:
Entgültige, schiefe („plagale“) Lage. Die Antarktis ist nicht mehr geteilt:
Der plagale Canters
Der plagale Canters C8-6 als Großbild 1:200.000.000 (etwa 500 kByte)
[Canters (2002) p. 209f., Tab. 5.13, Fig. 5.24]
[5. Unterabschnitt: Optimierungen von Wagner-Netzen]
Frank Canters ist offenbar auch ein großer Verehrer der Weltkartennetze von
Karlheinz Wagner. Wagner, der seine Netze um 1940 (übrigens
als Lehrmeister von Werner Stams und Günther Mokronowski
[die wiederum meine Lehrer waren])
mühsam mit Rechenschieber und Logarithmentafel gerechnet hat, wird nun von Canters
hinsichtlich der Verzerrungen optimiert.
Canters Wagner I-Optimierung
Optimised version of Wagner I (Canters W01)
[Canters (2002), p. 180ff., Tab. 5.1, Fig. 5.5, 5.7]
Canters Wagner II-Optimierung
Optimised version of Wagner II (Canters W02)
[Canters (2002), p. 180ff., Tab. 5.1, Fig. 5.5, 5.8]
Canters Wagner VI-Optimierung
Optimised version of Wagner VI (Canters W06)
[Canters (2002), p. 184ff., Tab. 5.1, Fig. 5.5, 5.6]
Canters Wagner VII-Optimierung
Optimised version of Wagner VII (Hammer-Wagner-Canters or Canters W07)
[Canters (2002), p. 184ff., Tab. 5.2, Fig. 5.9, 5.11]
Zu diesem Netz mit dem Trivialnamen „Batwing“ siehe auch den von mir
(unabhängig von Canters) verfassen Aufsatz „Variationen von Weltkartennetzen
der Wagner-Hammer-Aïtoff-Entwurfsgruppe“ in den Kartographischen Nachrichten Nr. 1/2006.
Canters Wagner VIII-Optimierung
Optimised version of Wagner VIII (Canters W08)
[Canters (2002), p. 184ff., Tab. 5.2, Fig. 5.9, 5.12]
Canters Wagner IX-Optimierung
Optimised version of Wagner IX (Aitoff-Wagner-Canters or Canters W09))
[Canters (2002), p. 184ff., Tab. 5.2, Fig. 5.9, 5.10]
[6. Unterabschnitt: Post-Transformationen bekannter Netze]
Ein weiteres Verfahren Canters' besteht darin, bekannte Netze („Mutterentwürfe“)
nachzubearbeiten, um deren Verzerrungen zu mildern. Diese Behandlung erfolgt so, dass
dabei die Flächentreue der Mutterentwürfe gewahrt bleibt.
Es erfolgt keine Projektion Erde in Kartenebene, sondern eine Abbildung der Kartenebene
eines Mutterentwurfes (Wagner VII, Hammer, Mercator-Sanson) in eine Ziel-Kartenebene.
Infolge des doppelten Resamplings haben diese Verfahren allerdings den Mangel einer leichten
numerischen Instabilität.
Canters Low-error Post-Transformation des Wagner VII mit 6 Koeffizienten Nr. 5 (Canters W30)
Low-error equal-area transformation of Hammer-Wagner [Wagner VII]
with twofold symmetry and a correct ratio of the axes
Post-Transformation des Wagner VII.
[Canters (2002) p. 215f., Tab. 5.16, Fig. 5.27]
Canters Low-error Post-Transformation des Wagner VII mit 6 Koeffizienten Nr. 6 (Canters W31)
Low-error equal-area transformation of Hammer-Wagner [Wagner VII]
with twofold symmetry and constant scale along the equator
Post-Transformation des Wagner VII, andere Variante.
Genau genommen hat der C6 No. 6 (W31) nur noch drei Koeffizienten, so dass er eigentlich
exakt als C3 No. 3 bezeichnet werden müsste;
aus methodischen Gründen wird er aber in der C6-Reihe belassen. Dies gilt auch für die folgenden
Post-Transformationen C6 No. 7, No 8. und No. 9 (W32, W33, W34)
[Canters (2002) p. 216., Tab. 5.17, Fig. 5.28]
Canters Low-error Post-Transformation des Hammerschen Entwurfes mit 6 Koeffizienten Nr. 7 (Canters W32)
Low-error equal-area transformation of Hammer-Aïtoff
with twofold symmetry and a constant scale along the equator
Post-Transformation des Hammerschen (alias Hammer-Aïtoffschen) Entwurfes. Die Flächentreue bleibt gewahrt.
[Canters (2002) p. 217., Tab. 5.18, Fig. 5.29]
Canters Low-error Post-Transformation des Mercator-Sanson mit 6 Koeffizienten Nr. 8 (Canters W33)
Low-error equal-area transformation of the sinusoidal projection
[Mercator-Sanson]
with twofold symmetry, equally divided, straight parallels and a correct ratio of the axes
(not including Antarctica in the optimisation)
Interessant, was Canters Optimierung mit dem eigentlich etwas antiquiert geltenden Mercator-Sanson
anstellen kann. Das Ergebnis erinnert auch an Max Eckert-Greiffendorfs Netze.
[Canters (2002) p. 218f., Tab. 5.19, Fig. 5.30]
Canters Low-error Post-Transformation des Mercator-Sanson mit 6 Koeffizienten Nr. 9 (Canters W34)
Low-error equal-area transformation of the sinusoidal projection
[Mercator-Sanson]
with twofold symmetry, equally divided, straight parallels and a correct ratio of the axes
(including Antarctica in the optimisation)
Wie C6-8, allerdings unter Einschluss der Antarktis in die Optimierung.
[Canters (2002) p. 219f., Tab. 5.20, Fig. 5.31]
Assemblerprogramme mit denen die Netzentwürfe gerechnet wurden:
Canters Low-error Projection W10 (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W11 (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W12 (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W13 (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W14 (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W15 (Pseudozylinder I) (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W16 (Pseudozylinder II) (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W17 (Pseudozylinder III) (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W19 (Pseudozylinder IV) (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W19 (Pseudocylinder IV/Rhombic shape of G. I. Evenden) (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W18 (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W20 (schiefachsig) (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W21 (schiefachsig) (Direkttransformationprogramm)
Canters Low-error Projection W23 (schiefachsig) (Direkttransformationprogramm)
Canters Wagner I-Optimierung W01 (Direkttransformationsprogramm)
Canters Wagner II-Optimierung W02 (Direkttransformationsprogramm)
Canters Wagner VI-Optimierung W06 (Direkttransformationsprogramm)
Canters Wagner VII-Optimierung W07 (Direkttransformationsprogramm)
Canters Wagner VIII-Optimierung W08 (Direkttransformationsprogramm)
Canters Wagner IX-Optimierung W09 (Direkttransformationsprogramm)
Canters Low-error Projection W30 (Direkttransformationprogramm/Post-Transformation nach Wagner VII)
Canters Low-error Projection W31 (Direkttransformationprogramm/Post-Transformation nach Wagner VII)
Canters Low-error Projection W32 (Direkttransformationprogramm/Post-Transformation nach Hammer)
Canters Low-error Projection W33 (Direkttransformationprogramm/Post-Transformation nach Mercator-Sanson)
Canters Low-error Projection W34 (Direkttransformationprogramm/Post-Transformation nach Mercator-Sanson)
Für die Netze C8-4, C8-5, C8-6, braucht man etwas Erfahrung. Es werden benötigt:
Sphärische Metaabbildung der Erdkugel auf sich selbst
Man wähle die Programmparameter der sphärischen Metaabbildung phiP, lambdaP, lambda0 wie folgt:
- C8-4: -29, -24, 180
- C8-5: -45, 20, 180
- C8-6: -30, 40, 150
Die Entwürfe C6-5, C6-6, C6-7, C6-8 und C6-9 sind ebenfalls nicht ganz leicht
herstellbar. Es müssen zuvor die Projektionen Wagner VII, Hammer bzw.
Mercator-Sanson gerechnet werden.
* Zitat aus dem Deutschlandfunk.