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Weitere Entwürfe
Hier eine Auswahl (heute) seltener gebräuchlicher oder schwer zu klassifizierender Kartennetze.
Van der Grinten I
[Evenden (2005): 8.1.6] In der amerikanischen Literatur sehr beliebt sind die Projektionen van der Grintens. Hier wird die gesamte Welt in einer Kreisfläche abgebildet. Der gewöhnliche Van der Grinten oder Van der Grinten I:
Wagner Y3
Wagner empfiehlt statt den Van der Grinten zu rechnen, andere Netze geeignet umzubeziffern. Der Y3 ist eine Umbezifferung des querachsigen winkeltreuen Azimutalentwurfes, hier mit Grenzparallel 45° und Grenzmeridian 90°.
Wagner Y4
Der Y4 nutzt für die Meridiane statt dessen den querachsigen abstandstreuen Azimutalentwurf, Parallelkreisformel wie "Y3".
Man entdeckt diese Netze nur bei sehr aufmerksamer Lektüre des "Wagner" auf S. 227. Es darf vermutet werden, dass dies die erste Implementation dieser Netze ist. Auf S. 228 oben wird noch ein weiteres Netz vorgeschlagen. (Wagner bezeichnet diese Netze nicht gesondert, weswegen sie hier (wie auch Y1 und Y2) als Y3 und Y4 gezählt werden.) Wagner Y5
Der Wagner IX nicht nach Wagners Formel, sondern nach Wagners Zeichnung ...
Es ist nicht völlig eindeutig, um welchen Netzentwurf es sich bei dem
Wagner-Aïtoff (dem Wagner IX) eigentlich handelt.
Der originale Wagner IX wird durch die
von Wagner angegebenen Formeln konstituiert. So wird er auch von Evenden zitiert.
Wagners Abbildung zeigt aber einen um einen Faktor
Lambert Conformal
Ein winkeltreuer Netzentwurf
Collignon
Der Nurflügler unter den Kartennetzen: Collignon bildet die ganze Welt in einem Dreieck ab ...
... was natürlich auch andersherum geht:
[Evenden (2005): 5.2.23] Maurer
[Evenden (2005): 5.2.43] August Epicycloidal
Ein bemerkenswerter Netzentwurf, übrigens winkeltreu ...
[Evenden (2005): 8.1.4] Eisenlohr
Ebenfalls winkeltreu.
[Evenden (2005): 8.1.5] Littrow
Noch ein winkeltreues Netz: Littrows Projection. Am „Ost-“ und „Westpol“ zerfällt die Kartenebene in zwei Blätter, was mich ein wenig an Riemann erinnert. Zitiert im Bugayevskij/Snyder (1998) auf S. 205ff. Hier eine Karte mit dem Mittelmeridian 60° Ost.
Hammer Retroazimuthal
Von der Netzentwurfentwicklung allein konnte Ernst Hammer nicht leben. Zum Broterwerb verfasste er u. a. Der logarithmische Rechenschieber und sein Gebrauch (Stuttgart 1889). Ausserdem arbeitete an der Entwicklung von Heizrohrsystemen mit ... Ein bemerkenswertes Netz, das sich u. a. auf der Schmutztitel-Rückseite des Synder & Voxland (1989) abgebildet ist. Hier eine mit Berührungsbreite 30° gerechnete Projektion.
Craig Retroazimuthal
Hier der Craig, so wie er im Snyder & Voxland (1989) vorgestellt wird: Zentralpunkt 38.5° N -90° W. (Wahrscheinlich kommen Snyder und Voxlnd aus St. Louis.) Weil das Netz ziemlich klein läuft, hier Maßstab 1:400.000.000 statt 1:800.000.000 (bei 254 dpi).
Wiechel Pseudoazimuthal
[Bugayevskiy/Snyder (1998): S. 132] Larrivée
[Evenden (2005): 8.1.14] Freias Birthday
Netze programmieren klappt nicht immer auf Anhieb. Beim Abcoden des Fournier I aus dem neuesten Libproj4 Preliminary Draft von Gerald I. Evenden, March 2005 unterliefen mir zunächst drei Programmierfehler. Es war gerade einen Tag vor dem Geburtstag meiner Tochter und Freia hatte sich eine ganz besondere Weltkarte gewünscht ...
Nicht bei Evenden verzeichnet.
Assemblerprogramme: Von diesen seltener oder kaum gebräuchlicheren Netzentwürfen habe ich meist nur eine Direkttransformation programmiert. Direktprogramm heisst, dass nicht die für ein übliches Resampling erforderliche Inversformel programmiert wurde, sondern die (meist in der Literatur ausschliesslich angegebene) Forewardformel. Damit sind die Programme für ein Resampling ungeeignet. Man kann sie aber mit dem Vimage-Direkttransformator rechnen. Hierzu gehört aber etwas Übung.
Van der Grinten-Projektion I (Direktprogramm)
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